- Die Migros startet mit einer Filiale in Herisau ein Pilotprojekt.
- Der Detailhändler hat am Donnerstagabend den ersten Migros-Supermarkt der Schweiz mit durchgehenden Öffnungszeiten in Betrieb genommen.
- Bis um 19 Uhr ist der Laden eine gewöhnliche Filiale, in der Personal arbeitet. Danach wechselt sie automatisch in einen Selbstbedienungsmodus.
Die Kunden müssen einen QR-Code mit dem Smartphone scannen und erhalten dann einen Code, mit dem sie Zutritt zum Geschäft bekommen. Sie können ihre Einkäufe an den Self-Checkout-Kassen bezahlen.
Markt wird video- und sensorüberwacht
Die Filiale ist mit knapp 300 Quadratmetern eher klein. Erhältlich sind etwa 7000 Artikel. Zur Sicherheit ist der Markt video- und sensorüberwacht. Das System soll erkennen und alarmieren, wenn jemand im Ladenlokal ein medizinisches Problem erleidet oder verunfallt.
Nachts sowie an Sonn- und Feiertagen dürfen die Regale gemäss Arbeitsgesetz nicht bewirtschaftet werden. Das Auffüllen erfolgt deshalb unmittelbar vor beziehungsweise nach den bedienten Öffnungszeiten.
Nachfrage nach flexiblen Einkaufsmöglichkeiten
Mit dem Pilotprojekt reagiert die Migros auf die steigende Nachfrage nach flexiblen Einkaufsmöglichkeiten. Die Filiale beruht technisch auf dem Konzept der unbedienten Migros-Teo-Läden, die 2022 lanciert wurden. Dabei handelt es sich um Automaten mit 50 bis 100 Quadratmetern Verkaufsfläche in Holzbauten und Innenräumen, in denen die Kunden ebenfalls rund um die Uhr Zugang haben.
Das Vorhaben in Herisau hätte ursprünglich bereits im Sommer 2025 starten sollen. Eine Einsprache gegen die baulichen Anpassungen und die geänderte Nutzung verzögerte das Projekt jedoch um rund ein Jahr.
Coop plant keine 24-Stunden-Läden
Im Gegensatz zur Migros will Coop keine 24-Stunden-Läden eröffnen. «Das ist für uns kein Thema», sagte ein Sprecher am Donnerstag auf Anfrage der Nachrichtenagentur AWP.