Nachträglich wünsche ich Ihnen ein gutes neues Jahr und vor allem viel Glück. In der aktuellen Weltlage wäre es nicht mal übertrieben seinem Gegenüber täglich nur das Beste zu wünschen.
Trotzdem ist man in der Schweiz, im Vergleich zum Ausland, sehr glücklich. Im aktuellen World Happiness Index liegen wir auf Platz 13 von 147. Beim Skifahren gäbe es dafür Weltcuppunkte. Die Schweiz ist das glücklichste aller deutschsprachigen Länder. Österreich liegt vier Plätze hinter uns. Sicher auch dank Odermatt, von Allmen und Rast. Deutschland ist immerhin noch auf Platz 22. Und Südtirol auf Platz 40. Nicht weil sie unglücklicher sind als wir Schweizer, sondern weil sie zu Italien gehören.
Interessanterweise liegt Mexiko auf Platz 10, obwohl sie dort kaum Skifahren können. Im Gegensatz zu den USA, die liegen auf Platz 24! Wenn also ein Mexikaner in die USA auswandert, kann er von Glück reden, wenn er wieder ausgeschafft wird.
Laut einer aktuellen wissenschaftlichen Umfrage sind die glücklichsten Schweizer und Schweizerinnen diejenigen, die FDP wählen.
Ein Blick auf die Schweiz bringt interessante Details ans Licht. Laut einer aktuellen wissenschaftlichen Umfrage sind die glücklichsten Schweizer und Schweizerinnen, diejenigen, die FDP wählen. Am unglücklichen Ende der Skala befinden sich SVP-Wähler und -Wählerinnen. Auf den Wintersport bezogen machen also teure Aufenthalte in mondänen Skigebieten glücklicher als auf dem Hosenboden zwischen Stall und Miststock den gefrorenen Hang runterzurutschen.
Die restlichen Schweizer Parteien lassen die Wählerinnen und Wähler emotional wohl nicht überschäumen, doch irgendwie ist man doch ziemlich zufrieden hierzulande. Solange die SBB pünktlich ist und der Glühwein am Lauberhorn zünftig reinpfeift, will man nicht klagen.
Glück gehabt, wenn man in der Schweiz lebt. Vor allem als Bündner oder als freisinniger Zweitwohnungsbesitzer.
Bemerkenswert ist auch das klare Gefälle zwischen den Generationen: 87 Prozent aller Rentner und Rentnerinnen sind glücklich. Bei Jungen zwischen 18 und 34 sind es lediglich 76 Prozent. Woher dieser Unterschied? Erstens: Ich wäre auch glücklich, wenn ich den ganzen Tag Zeit hätte für die schönen Dinge wie Schwingfeste, Bingo Abende und Aktionärsversammlungen. Und zweitens: Ich wäre auch unglücklich, wenn ich als Junger genau diesen Glücksrentnern ihre 13. AHV finanzieren müsste.
Grundsätzlich kann man sagen: Glück gehabt, wenn man in der Schweiz lebt. Vor allem als Bündner oder als freisinniger Zweitwohnungsbesitzer. Und wenn man, während des WEFs, durch die Vermietung seiner Ferienwohnung für läppische 80’000 Franken pro Woche, seine laufenden Kosten ein bisschen abfedern kann.
Da wird wohl so manchem Isländer vor lauter Schreck die Fellmütze in die Fischsuppe gefallen sein.
Von Glück können vorderhand auch die Grönländerinnen und Grönländer reden. Der amerikanische Präsident schien, während seiner Rede in Davos, das Interesse an ihrer Insel verloren zu haben. Plötzlich redete er nur noch über Island. Da wird wohl so manchem Isländer vor lauter Schreck die Fellmütze in die Fischsuppe gefallen sein.
Doch Trump hat die zwei Länder schlicht verwechselt. Wie er früher auch schon Armenien mit Albanien, die Türkei mit Ungarn und die ganze Welt mit einem Selbstbedienungsladen verwechselt hatte.
Immerhin die Schweiz ist relativ sicher. Die meisten Amerikaner verwechseln uns sowieso mit Schweden. Glück gehabt…