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Schweiz und EU rücken zusammen «Die Neutralität ist da kein Hindernis»

Bundesrat Ignazio Cassis und die EU-Aussenbeauftragte Kaja Kallas haben gestern Abend in Zürich zwei Vereinbarungen unterzeichnet, welche die Zusammenarbeit der EU und der Schweiz in den Bereichen Aussen- und Sicherheitspolitik deutlich stärken sollen.

Gerät die Weltordnung aus den Fugen, wird es besonders für einen international hochvernetzten Kleinstaat wie die Schweiz ungemütlich. Da liegt es nahe, nach Gleichgesinnten zu suchen. «Und keine Partnerschaft ist derart eng wie jene mit der EU», sagt Aussenminister Ignazio Cassis. 

Konkret haben die Schweiz und die EU vereinbart, ab sofort einen ständigen Dialog auf hoher Ebene zu pflegen, nämlich zwischen dem Schweizer Aussen- und dem Verteidigungsminister und der EU-Aussenbeauftragten.

Zwei Personen unterzeichnen Dokumente vor EU- und Schweizer Flaggen, Blumenarrangement im Vordergrund.
Legende: Der Dialog zwischen dem Schweizer Aussen- und dem Verteidigungsminister und der EU-Aussenbeauftragten soll über alle strategisch bedeutsamen Themen geführt werden. Keystone/Michael Buholzer

Gleichzeitig wurde ein technisches Abkommen unterzeichnet über die künftige Beteiligung der Schweiz an zivilen und militärischen Friedensmissionen der EU – wie derzeit jene im Kosovo und in Bosnien.

Vorgesehen ist indes kein Automatismus. «Die Schweiz entscheidet in jedem Einzelfall, ob sie sich beteiligt oder nicht», so Cassis. «Die Neutralität ist für all das kein Hindernis», stellt die EU-Aussenbeauftragte Kaja Kallas fest.

Zwei Personen sitzen lächelnd in einer Menschenmenge.
Legende: Bemerkenswert ist, dass Kallas die Vereinbarkeit der Abkommen mit der Schweizer Neutralität betont und nicht der Schweizer Aussenminister selber. Keystone/Michael Buholzer

Nachdem bereits am Montag Bundespräsident Guy Parmelin in Brüssel die Bilateralen III, das neue Vertragswerk mit der EU, unterzeichnet hat, rückt die Schweiz nun auch im politisch sensiblen Bereich der Aussen- und Sicherheitspolitik näher an Brüssel. Aus Sicht von Kallas gab es im Verhältnis zu Bern in dieser Woche «mehr Fortschritte als in vielen Jahren davor».

Für die Schweiz relevant und interessant ist zudem mehr Kooperation mit der EU im Rüstungsbereich – von der Forschung bis zur Beschaffung von Waffen. Verteidigungsminister Martin Pfister fordert das seit einiger Zeit. Die neuen Vereinbarungen dürften nun auch dafür den Weg ebnen.

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Heute Morgen, 6. März 2026, 6 Uhr ; 

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