Zum Inhalt springen

Header

Zur Übersicht von Play SRF Audio-Übersicht

Stiller Nationalfeiertag Kantone erlassen Feuerwerksverbote für 1. August – die Übersicht

Mehrere Kantone verschärfen die Regeln: Am 1. August dürfte das Zünden von Feuerwerk fast nirgends erlaubt sein.

Waldbrandgefahr und Feuerverbot: Bereits seit Wochen besteht fast in der ganzen Schweiz entweder ein absolutes Feuerverbot im Freien oder ein Feuerverbot im Wald und in Waldnähe. Dazu haben einzelne Gemeinden teils strengere Regeln erlassen. Beispielsweise gilt im Kanton Zürich ein Feuerverbot im Wald und in Waldnähe. Die Städte Zürich und Winterthur sowie weitere Gemeinden haben zusätzlich ein allgemeines Feuerverbot im Freien auf dem Stadt- respektive Gemeindegebiet erlassen.

Bedeutung für Feuerwerk: Wo ein Feuerverbot gilt, ist das Abbrennen von Feuerwerk ohnehin verboten. Mehrere Kantone haben in den letzten Tagen mit Blick auf den 1. August zudem die Regeln explizit für Feuerwerk verschärft und ein kantonales Feuerwerksverbot erlassen. So etwa die Kantone Bern, Luzern, Thurgau und Solothurn. Damit ergibt sich auch in diesem Jahr ein Flickenteppich, was die Feuer- und Feuerwerksverbote anbelangt. Viele Gebiete, in denen das Ablassen von Feuerwerk am 1. August noch erlaubt ist, dürften aber nicht übrig bleiben.

Grossfeuerwerke: Trotz Feuerwerksverboten erlauben einige Kantone Ausnahmen für Grossfeuerwerke. So können etwa die beiden grossen Feuerwerke auf dem Thunersee stattfinden. Auch in den Kantonen Thurgau und St. Gallen können bewilligte Grossfeuerwerke wie geplant durchgeführt werden. Ebenfalls in den Kantonen Basel-Stadt und Baselland können die geplanten grossen Feuerwerke stattfinden. Andere Kantone erteilen keine Ausnahmebewilligungen für Grossfeuerwerke. So muss etwa das Rheinfall-Feuerwerk «fire on the rocks» im Kanton Schaffhausen abgesagt werden.

Feuerwerk am Nachthimmel über mehrstöckigen Gebäuden.
Legende: Das Abbrennen von Feuerwerk ist am kommenden Nationalfeiertag fast überall in der Schweiz verboten. Auch einige Grossfeuerwerke wurden abgesagt. Keystone / URS FLUEELER

Das sagt die Feuerwerksbranche: Für die Branche sei die jetzige Situation verheerend, sagt Urs Corradini, Präsident der Schweizerischen Koordinationsstelle Feuerwerk. «Am 1. August werden rund zwei Drittel des gesamten Jahresumsatzes gemacht.» Eine ähnliche Situation habe man eigentlich erst in den Jahren 2018 und 2003 erlebt. Die Unternehmen hätten sich in den letzten Jahren jeweils gut erholen können. Die Feuerwerksbranche hoffe nun auf einen guten Silvester. Zuvor steht jedoch noch eine Grundsatzdebatte an: Im November entscheidet die Schweizer Stimmbevölkerung über die Feuerwerksinitiative, die ein Verbot von lautem privatem Feuerwerk verlangt.

Nachrichten, 23.7.2026, 13 Uhr;liea

Meistgelesene Artikel