- Nach einem Unterbruch von fast zehn Monaten soll das Kernkraftwerk in Gösgen ab dem 21. März wieder Strom liefern.
- Ursprünglich war die Wiederinbetriebnahme für Ende Februar vorgesehen. Diese verzögerte sich aber wegen weiterer Revisionsarbeiten.
Das AKW in Gösgen (SO) produziert seit dem 24. Mai 2025 keinen Strom mehr. Damals wurde es für eine geplante Wartung vom Netz genommen.
Inzwischen sei das Kernkraftwerk modernisiert worden, schreibt das Kernkraftwerk Gösgen (KKG). Damit seien die bestehenden Sicherheitsmargen weiter erhöht worden. Die Erstellung letzter Sicherheitsnachweise und deren Prüfung benötigen jedoch noch Zeit.
Revision dauerte länger als geplant
Im vergangenen Jahr wurde im Rahmen von Revisionsarbeiten festgestellt, dass das Kernkraftwerk wegen Sicherheitsmängeln weitere technische Nachrüstungen braucht. Auslöser des ungeplanten Stillstands war ein Befund während der Jahresrevision, der eine «mögliche Überbelastung im Speisewasser-Rohrleitungssystem» identifizierte. Eine solche Überbelastung könnte bei einem Rohrbruch im nicht-nuklearen Bereich der Anlage auftreten, befand der Bericht.
Ursprünglich waren die Revisionsarbeiten letztes Jahr auf einen Monat angelegt. Im Sommer 2025 wurde bekannt, dass sie deutlich mehr Zeit in Anspruch nehmen werden, da das KKG einen Austausch von Rückschlagklappen vornehmen musste.
Rückschlagklappen erlauben den Durchfluss von Flüssigkeit im Speisewassersystem in eine Richtung und verhindern eine mögliche Umkehr der Strömungsrichtung.