- Dem Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) liegen aktuell fünfzehn Meldungen von Krankheitssymptomen bei Kindern vor.
- Die Schweizer Behörden klären derzeit einen möglichen Zusammenhang mit zurückgerufenen Babynahrungsprodukten ab.
Die Eltern berichten laut einer Mitteilung des BLV von Erbrechen und Durchfall, teilweise begleitet von Mattigkeit und/oder einem verminderten Trinkverhalten der Kinder. Den bisher gemeldeten kranken Babys gehe es inzwischen wieder besser.
Untersuchungen in Laboren laufen
Laut dem BLV werden die von den Familien verwendeten Säuglingsnahrungen, sofern das Produkt noch vorhanden ist, im Labor auf den Giftstoff Cereulid untersucht. Als Absicherung würden alle Proben, bei denen ein Verdacht auf einen Zusammenhang mit einer Erkrankung besteht, doppelt analysiert.
Konkret bedeutet das: Die Proben würden im Kantonalen Laboratorium Basel-Stadt und anschliessend im Kantonalen Laboratorium Genf untersucht. Mit ersten Resultaten sei Anfang nächster Woche zu rechnen.
Laut dem BLV kann bislang kein direkter Zusammenhang zwischen der Erkrankung und den verwendeten Produkten hergestellt werden, selbst wenn in den entsprechenden Produkten Cereulid nachgewiesen werden sollte. Es bestehe immer die Möglichkeit, dass ein Kind an einem Infekt litt oder zum Beispiel das entsprechende Produkt nicht tolerierte.
Verschiedene Produkte betroffen
In der Schweiz ist Säuglingsnahrung verschiedener Hersteller mit dem Giftstoff Cereulid verunreinigt. Betroffen sind derzeit gewisse Produkte der Marken BEBA, Alfamino, Bimbosan, Aptamil und Babybio. Die betroffenen Produkte sollten nicht verwendet werden.
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Bei Unsicherheit oder Symptomen im Zusammenhang mit den betroffenen Produkten wird Eltern empfohlen, die Kinderärztin oder den Kinderarzt zu kontaktieren.