- Rund 50 Demonstrationen haben schweizweit stattgefunden, unter dem Motto «Jobs und Löhne verteidigen – Nein zur Abschottung».
- In der Stadt Zürich haben sich Tausende Demonstrierende zum Tag der Arbeit versammelt.
- Im Nachgang der offiziellen 1.-Mai-Kundgebung in Zürich gab es eine unbewilligte Nachdemonstration.
Auf dem Zürcher Helvetiaplatz waren Fahnen mit kommunistischen Motiven, Vertretungen der SP, der Gewerkschaften Unia und Syna, aber auch kurdische, tamilische und weitere Gruppierungen zu sehen. Die Organisatoren zählten 15'000 Teilnehmende. Als die Abschlusskundgebung begann, waren noch viele Gruppen unterwegs.
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Bild 1 von 10. Im Nachgang der offiziellen 1.-Mai-Kundgebung in der Stadt Zürich ist es zu einer unbewilligten Nachdemonstration gekommen. Die Polizei setzte Wasserwerfer ein. Bildquelle: SRF.
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Bild 2 von 10. Am Tag der Arbeit haben Tausende auf den Strassen der Stadt Zürich demonstriert. Bildquelle: KEYSTONE/Claudio Thoma.
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Bild 3 von 10. Demonstrierende versammeln sich am Helvetiaplatz in Zürich zum traditionellen 1.-Mai-Umzug. Bildquelle: KEYSTONE/Claudio Thoma.
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Bild 4 von 10. Die Organisatoren der Demonstration in Zürich zählten 15'000 Personen. Der offizielle Umzug führte vom Helvetiaplatz durch die Innenstadt zum Sechseläutenplatz. Bildquelle: KEYSTONE/Claudio Thoma.
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Bild 5 von 10. Die grosse Kundgebung verlief weitgehend friedlich. Jedoch lösten sich aus einer grossen Gruppierung von linksextremen Organisationen Vermummte, die Wände und Schaufenster versprayten. Bildquelle: KEYSTONE/Claudio Thoma.
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Bild 6 von 10. Die Stadtpolizei in Zürich war mit einem grösseren Aufgebot präsent. Bildquelle: SRF.
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Bild 7 von 10. Auch in Biel gab es eine Demonstration zum 1. Mai. Bildquelle: KEYSTONE/Anthony Anex.
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Bild 8 von 10. Rund 50 Demonstrationen waren schweizweit geplant, unter dem Motto «Jobs und Löhne verteidigen – Nein zur Abschottung». Bildquelle: KEYSTONE/Claudio Thoma.
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Bild 9 von 10. In der Stadt Zürich ist es am Nachmittag zu einer unbewilligten Nachdemonstration gekommen. Bildquelle: SRF.
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Bild 10 von 10. Die Stadtpolizei Zürich ist mit einem Grossaufgebot vor Ort. Neben Kräften in Vollschutzausrüstung kommen auch Spezialfahrzeuge, darunter ein Wasserwerfer sowie Sperrgitterfahrzeuge, zum Einsatz. Bildquelle: SRF.
Die grosse Kundgebung verlief weitgehend friedlich. Unterwegs kam es aber zu vereinzelten Sachbeschädigungen. Aus einer grossen Gruppierung von linksextremen Organisationen lösten sich Vermummte an der Bahnhofstrasse. Sie versprayten Wände und Schaufenster, zündeten Böller und Pyros.
Die Polizei sicherte die Route unter anderem mit einem Wasserwerfer. Aus dem «revolutionären Block» flogen Gegenstände in Richtung der Polizisten und die Menge skandierte Anti-Polizei-Parolen. Die Zürcher Innenstadt blieb über längere Zeit blockiert, der Verkehr stand still.
Im Nachgang der offiziellen 1.-Mai-Kundgebung in der Stadt Zürich ist es zu einer unbewilligten Nachdemonstration gekommen. Zum ersten Mal seit Langem liess sie die Polizei zunächst gewähren. Mehrere hundert Personen, darunter zahlreiche vermummte Teilnehmerinnen und Teilnehmer, bewegen sich derzeit teilweise in versprengten Gruppen durch Zürichs Strassen. Es werden rote Fahnen geschwenkt, Parolen skandiert und mehrfach Rauchpetarden gezündet.
Zudem kommt es an mehreren Orten zu Sachbeschädigungen. Unter anderem werden mehrere Elektro-Leihvelos auf die Fahrbahn sowie in den Gleisbereich gelegt, um Verkehrswege gezielt zu blockieren.
Am Rand kam es auch zu einem Angriff auf einen Motorradpolizisten, woraufhin mehrere Beamte einschritten und den Angreifer stoppten.
Kopf der 1.-Mai-Kundgebung in Basel biegt unbewilligt ab
Die Demonstration anlässlich der Feierlichkeiten zum Tag der Arbeit am 1. Mai verlief ohne «grössere Zwischenfälle». Die Kantonspolizei Basel-Stadt schrieb von rund 2500 Teilnehmenden.
Statt geradeaus zum Marktplatz zu ziehen, bog der Kopf der Demonstration bei der Ankunft im Grossbasel nach 11 Uhr nach rechts in die Schifflände ab – ein «unbewilligter Umweg», wie es aus einem Lautsprecher hiess. Kurz darauf flogen aus der Menge mit Farbe gefüllte Gegenstände auf das Hotel Trois Rois und hinterliessen Flecken auf der Fassade, wie ein Reporter der Nachrichtenagentur Keystone-SDA vor Ort beobachtete. Die Spitze zog weiter zum Universitätsspital Basel, wo eine Rede gehalten wurden.
Berner Linke kämpfen am Tag der Arbeit gegen Abschottung
Auch im Kanton Bern zelebrieren Linke und Gewerkschaften am (heutigen) Freitag den Tag der Arbeit. Markige Worte gegen die Volksinitiative «Keine 10-Mio-Schweiz» der SVP prägen vielerorts die Ansprachen.
In Bern ist am späten Nachmittag ein Umzug von der Altstadt auf den Bundesplatz geplant. Dort will unter anderem SP-Ständerätin Flavia Wasserfallen das Wort ergreifen. In Burgdorf ist eine Ansprache des neuen SP-Regierungsrats Reto Müller vorgesehen. 1.-Mai-Feiern sind auch etwa in Thun, Unterseen und Langenthal angekündigt.
In Bern haben zudem Linksaussen-Gruppierungen zum «revolutionären 1. Mai» aufgerufen. Sie wollen am frühen Abend auf die Strasse gehen.