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Tipps zum Sparen Sparen im Alltag: Diese Tipps entlasten das Haushaltsbudget

Viele Haushalte der Mittelschicht haben kaum Rücklagen. Diese Tipps zeigen, wo Haushalte ansetzen können.

Neue Zahlen des Bundesamts für Statistik (BFS) zeigen: Vielen Menschen aus der Mittelschicht reicht das Geld kaum bis Ende Monat. Jede vierte Person der unteren Mittelschicht kann eine unerwartete Rechnung über 2500 Franken nicht bezahlen, auch in der oberen Mitte fehlen oft finanzielle Rücklagen.

Finanzielle Situation des Schweizer Mittelstands

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Über die Hälfte der Schweizer Gesamtbevölkerung (55.2 Prozent) zählt zum Schweizer Mittelstand, das sind 4.7 Millionen Menschen. Dazu gehören beispielsweise Alleinlebende mit einem monatlichen Bruttoeinkommen zwischen 4229 und 9061 Franken oder Paare mit zwei Kindern (unter 14 Jahren) mit einem monatlichen Bruttoeinkommen zwischen 8880 und 19'028 Franken.

Wer sparen will, merkt schnell: Viel Spielraum bleibt nicht. Die Miete bleibt hoch, die Krankenkasse wird teurer, der Alltag kostet mehr. Sara Koller, Sozial­ar­beiterin und Schuldenberaterin bei Caritas Zürich, erklärt, wo Haushalte trotzdem sparen können.

1. Ein Budget erstellen und versteckte Kosten einplanen

Wer sparen will, braucht einen Überblick, wie viel Geld hereinkommt und wofür es ausgegeben wird. «So werden Kosten ersichtlich, die nur einmal im Jahr auftauchen und darum oft vergessen werden», sagt Koller.

Hilfreiche Apps für die Budgetplanung

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Dazu gehören jährliche Rechnungen, wie Gesundheits- oder Heiznebenkosten. Koller empfiehlt, jeden Monat Geld dafür zurückzulegen. So geraten Haushalte seltener unter Druck, wenn eine grössere Rechnung kommt.

2. Versicherungen und Abos regelmässig überprüfen

Das grösste Sparpotenzial steckt laut Koller in den Fixkosten. Viele behalten jahrelang dieselben Versicherungen oder Handyabos – meist aus Gewohnheit. Dabei gebe es häufig günstigere Angebote. «Ein Handyabo für 70 Franken pro Monat findet man heute oft deutlich günstiger», sagt Koller.

Auch bei der Krankenkasse lohne es sich, im Herbst Prämien und Modelle zu prüfen. Und: Wer über den Arbeitgeber unfallversichert ist, kann die Un­fall­ver­sicherung aus der Grundversicherung streichen lassen.

3. Fixkosten sofort bezahlen

Wenn der Lohn kommt, sollten zuerst die wichtigsten Rechnungen bezahlt werden, sagt Koller. «Wir empfehlen, Miete, Krankenkasse, Strom und Handy immer als Erstes zu bezahlen.»

Daueraufträge oder Lastschriftverfahren gleich nach Lohneingang helfen, das Risiko für Mahnungen und zusätzliche Gebühren zu senken.

4. Steuern und Jahresrechnungen monatlich aufteilen

Viele würden auf den 13. Monatslohn warten und die Steuern erst Ende Jahr bezahlen. Laut Koller führt das oft zu Engpässen. «Jeden Monat einen kleineren Betrag auf die Seite legen, um die Belastung übers Jahr zu verteilen.» Koller sagt: «Auch die Serafe-Rechnung lässt sich quartalsweise bezahlen.»

5. Kredite und Leasing vermeiden

Grosse Kostenfallen sieht Koller bei Konsumkrediten und Leasingverträgen. Sie belasten das Budget langfristig mit fixen Raten und kosten durch Zinsen und Gebühren meist mehr als ein direkter Kauf.

6. Ansprüche prüfen

Viele Haushalte der Mittelschicht lägen knapp über den Grenzen für staatliche Unterstützung. Trotzdem lohne es sich, Ansprüche zu prüfen, etwa auf Prämien­ver­billi­gungen oder Stipendien – auch für Lernende, sagt Koller. «Viele wissen gar nicht, dass sie Anspruch darauf hätten.»

7. Früh reagieren und Hilfe holen

Hinschauen und Unterstützung suchen, bevor die Rechnungen liegen bleiben. «Es lohnt sich schon dann, das Budget anzuschauen, wenn es zwar knapp aufgeht, aber keine unerwartete Rechnung verträgt.»

Kommt dann noch eine weitere Belastung dazu – etwa Krankheit oder Arbeitslosigkeit –, reiche das Geld oft nicht mehr. Schulden liessen sich dann nur schwer abbauen.

«Je früher man reagiert, desto besser», sagt Koller. Sie rät, mit dem Umfeld zu sprechen oder eine Budgetberatung aufzusuchen.

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10vor10, 8.5.2026, 21:50 Uhr; wilh

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