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Umfrage zur Abstimmung Stimmberechtigte entscheiden auf den letzten Drücker

Im Aargau geht über die Hälfte der Stimmen erst in der Schlusswoche ein. Die Urne bleibt derweil fast leer.

Der Zeitpunkt: Die Mehrheit der Stimmenden bildet sich ihre Meinung erst in der letzten Woche vor dem Abstimmungssonntag. Dies zeigt eine Umfrage der Staatskanzlei des Kantons Aargau, welche sie nach dem Abstimmungssonntag am 14. Juni bei den knapp 200 Gemeinden gemacht hat. Konkret waren es 54.4 Prozent, die in der letzten Woche abstimmten. Am wenigsten genutzt wurde die erste Abstimmungswoche: Lediglich 4.8 Prozent stimmten in diesem Zeitraum ab. Die übrigen Personen beteiligten sich in der zweiten oder dritten Woche.

Die Frühen: Nicht in allen Gemeinden im Kanton Aargau ist das Abstimmungsverhalten gleich, die Unterschiede seien zum Teil gross, sagt Anina Sax, Leiterin Wahlen und Abstimmungen beim Kanton Aargau. «Wir haben zum Beispiel Merenschwand und Erlinsbach, wo erstaunlich viele Stimmabgaben schon in der ersten Woche eingegangen sind.» Vier Wochen vor der Abstimmung hätten dort bereits über 20 Prozent der Stimmberechtigten ihre Stimme abgegeben.

Die Späten: In mehreren Gemeinden traf in der ersten Woche nach Versand der Stimmcouverts kein einziges ein, etwa in Spreitenbach, Untersiggenthal oder Döttingen. Besonders spät abgestimmt wurde in der Gemeinde Sisseln: Dort trafen 75 Prozent der Couverts in der letzten Woche vor dem Abstimmungssonntag ein.

Eine Person mit roten Fingernägeln steckt einen Brief in einen gelben Briefkasten.
Legende: Am beliebtesten für die Stimmabgabe ist im Aargau der Gemeindebriefkasten. 35.6 Prozent der Stimmenden übergeben das Couvert der Post. Keystone/Michael Buholzer

Der Ort: Die meisten Stimmenden warfen ihre Abstimmungscouverts in den Briefkasten der Gemeinde. 62.2 Prozent nutzen diese Möglichkeit. Laut Anina Sax gibt es einen Zusammenhang zwischen dem Ort und dem Zeitpunkt der Stimmabgabe: Die briefliche Stimmabgabe müsse spätestens am Dienstag vor dem Abstimmungssonntag auf die Post. «Wenn man also relativ spät dran ist, tut man besser daran, das Couvert direkt bei der Gemeinde einzuwerfen», meint Sax.

Das Schlusslicht: Am wenigsten beliebt ist bei den Aargauern die Stimmabgabe an der Urne: Im Schnitt werden nur 2.2 Prozent der Stimmzettel am Morgen des Abstimmungstags an die Urne gebracht.

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Regionaljournal Aargau Solothurn, 13.07.2026, 17:30 Uhr ; 

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