Die Schweiz stand in den letzten Tagen im Schaufenster der Weltöffentlichkeit, wegen des G7-Gipfels im benachbarten Evian. Und sie wird es auch bleiben, mit dem geplanten Treffen zwischen den USA und dem Iran auf dem Bürgenstock Ende der Woche. Bundespräsident Guy Parmelin hat am Vormittag anlässlich eines Point de Presse einen Ausblick auf das Treffen gegeben.
Details bleiben offen
Die Kontakte mit den USA und dem Iran seien seit Montag sehr eng gewesen, sagte der Bundespräsident. Beide Seiten hätten früh signalisiert, dass sie in der Schweiz die Absichtserklärung unterzeichnen wollten, um den Krieg und die Blockade der Strasse von Hormus zu beenden.
Die Vermittlerstaaten Pakistan und Katar hätten sich in den Diskussionen mit den Spezialisten des Aussendepartements (EDA) für den Bürgenstock entschieden. Auch deshalb, weil der Ort sich gut abschirmen und sichern lasse.
Laut Parmelin sei die Schweiz dafür zuständig. Zu den Details könne er sich noch nicht äussern, so der Bundespräsident weiter. Die Unterzeichnung findet am Freitag statt. Doch all die Fragen zu Protokoll, Sicherheit und zu den Delegationen blieben noch offen, wohl bis in die letzten Stunden davor, so Parmelin.
In einer Medienmitteilung gibt die Landesregierung bekannt, dass der Luftraum während des Treffens geschlossen wird. Die Einschränkung des Luftraums gelte für einen Radius von 46 Kilometern rund um den Bürgenstock. Der Bundesrat habe zudem einen Sicherungseinsatz der Armee im Rahmen eines Assistenzdienstes zur Unterstützung der zivilen Behörden gutgeheissen. Vorgesehen sei der Einsatz von maximal 2000 Armeeangehörigen. Die Armee unterstütze die Kantonspolizei Nidwalden, indem sie insbesondere Aufgaben in den Bereichen Objektschutz, Überwachung, Erkundung, Transport und Logistik übernehme.
Mögliche weitere Gespräche in der Schweiz
Vorausblickend sagt Guy Parmelin, auch die Zeit nach der Unterzeichnung der Absichtserklärung sei wichtig. Dann müssten alle Details geregelt werden.
Es sei nicht ausgeschlossen, dass diese Gespräche zumindest teilweise in der Schweiz abliefen, aber kaum auf dem Bürgenstock, sondern eher an einem Ort, an dem die Spezialistinnen und Spezialisten angesiedelt seien. Orte zu nennen, unterlässt der Bundespräsident. Wer weiss, vielleicht kommt dann Genf wieder ins Spiel.