- Das Verteidigungsdepartement (VBS) meldet Fortschritte bei mehreren Grossprojekten.
- Von 23 priorisierten Vorhaben, die einen Gesamtwert von rund zwanzig Milliarden Franken vereinen, sind 14 auf Kurs.
- Das teilte der stellvertretende VBS-Generalsekretär Robert Scheidegger vor den Medien mit.
Mehrere grosse Beschaffungsprojekte bereiteten Ende 2025 dem Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) Sorgen. Die Gründe dafür waren unterschiedlich. Genannt wurden beispielsweise drohende Mehrkosten, Lieferverzögerungen und/oder zu wenig Personal.
Ein Quartal später sieht die Lage etwas besser aus, wie Robert Scheidegger berichtete. «Wir sind gut unterwegs und recht positiv gestimmt.» Die Projekte, die auf einem guten Weg seien, erhielten eine grüne Ampel. Bei voraussichtlich acht Projekten dagegen wird wohl eine orangefarbene Ampel aufleuchten.
Auf «Helvetisierungen» verzichtet
Nur beim Projekt Air2030 zur Modernisierung der Luftwaffe dürfte die Ampel auf Rot bleiben – unter anderem wegen der unverändert unsicheren Beschaffung des Patriot-Systems aus den USA. Eine rote Ampel bedeutet laut dem VBS, dass die zuständige Verwaltungseinheit nicht über die Kompetenz sowie die Mittel verfügt, um das Projekt in absehbarer Frist wieder auf Kurs zu bringen.
Diesen Status hatten per Ende 2025 auch die Projekte für neue Produktionssysteme beim Bundesamt für Landestopografie (Swisstopo) namens Nepro sowie das Armeeprojekt für eine modernere Telekommunikation, bekannt unter dem Kürzel TK A.
In den vergangenen Monaten seien bei diesen beiden Projekten deutliche Fortschritte erzielt worden, sagte Scheidegger. Deshalb würden die zuvor roten Ampeln auf Orange (TK A) respektive auf Grün (Nepro) gestellt.
Ein Grund für die Verbesserung bei TK A sei ein besseres Mindset, sagte Armee-Cyberkommandochef Simon Müller. Auf «Helvetisierungen» am System habe man nun weitgehend verzichtet. «Wir haben den Schmuck am Nachthemd weggelassen», sagte er umgangssprachlich. Dennoch sei man keine einsatzrelevanten Kompromisse eingegangen.