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Viel Schnee in den Alpen Postautohalter: «Noch nie steckte eines unserer Postautos fest»

Für Postauto Schweiz fahren Leander Jaggis Chauffeure die Kurse durch das Lötschental (VS) nach Goppenstein und talabwärts nach Gampel. Zurzeit fährt keiner der zwölf Chauffeure des Transportunternehmers aus Kippel. Die Strasse im Lötschental ist wegen der Lawinengefahr gesperrt. Jene zwischen Goppenstein und Gampel ist ebenfalls zu. Die Situation ist derzeit prekär.

Leander Jaggi

Postautohalter

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Leander Jaggi betreibt seit 1993 das Transportunternehmen in Kippel im Lötschental. Seit Generationen sind die Jaggis Fuhrhalter im Tal.

SRF News: Lawinen fahren zu Tal. Es fällt viel Schnee, Strassen in Ihrer Region sind gesperrt. Ist die aktuelle Situation für Sie als Transportunternehmer aussergewöhnlich?

Leander Jaggi: Wir sind vorbereitet auf Verhältnisse wie jetzt, wenn der grosse Schnee kommt. Wir sind damit aufgewachsen. Das ist für uns eine jährliche Wiederholung. Wir schicken die Chauffeure auch nicht in extremis auf die Strasse. Heute ist das Tal vielleicht einige wenige Tage zu. Früher waren das drei, vier Wochen, da die Schneeräumung von Hand oder mit kleinen Maschinen erfolgte. Die aktuelle Situation ist für uns nicht aussergewöhnlich.

Ein altes Postauto fährt unter einem Lawinenkegel durch.
Legende: Eröffnung der Postautolinie im Lötschental (VS) im Juni 1957 durch einen unterhöhlten Lawinenkegel. KEYSTONE/ PHOTOPRESS-ARCHIV

Bereiten Sie Ihre Chauffeure speziell auf prekäre Schneeverhältnisse und Lawinensituationen vor?

Eigentlich nicht. Es gibt Chauffeure, die mit etwas mehr Respekt unterwegs sind. Es hat auch noch nie einer erklärt, er wage sich heute nicht auf die Strasse. Alle wissen, wie sie sich zu verhalten haben.

Wir sind ein eingespieltes Team.

Sie sprechen sich mit Kollegen ab, tauschen sich aus und geben Wissen und Erfahrungen über Naturgefahren weiter. Zudem werden wir von den Sicherheitsfachleuten in der Region über die Verhältnisse sehr gut informiert. Da sind wir ein eingespieltes Team.

Ein Postauto steckt im Schnee einer Lawine fest.
Legende: Ein Postauto wurde im Januar 2019 auf der Schwägalp neben dem Hotel Säntis von einer Lawine erfasst. Mehrere Menschen wurden bei diesem Lawinenniedergang verletzt. KEYSTONE/Gian Ehrenzeller

2019 geriet auf der Schwägalp ein Postauto in eine Lawine. Ist in Ihrem Transportunternehmen auch schon einmal so etwas passiert?

Es ist uns noch nie passiert, dass ein Postauto in einer Lawine stecken geblieben ist. Aber: Wie Lawinen kommen, das haben wir erlebt. Und wir sind schon lange im Lötschental unterwegs. Ich habe das Unternehmen seit 1993, und schon mein Grossvater transportierte die Post ins Tal. Nicht mit dem Auto, er musste die Post noch mit dem Maultier führen.

Das Gespräch führte Matthias Baumer.

Wie wintersicher sind Ihre Chauffeure, Postauto Schweiz?

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Zu Beginn einer Anstellung gebe es gezielte Linien- und Fahrzeugschulungen sowie Trainings zum Umgang und zur Montage von Schneeketten vor dem Winter, erklärt Nathalie Zenklusen, Mediensprecherin von Postauto Schweiz, auf Anfrage von SRF. «Bei Schneefall helfen alle bei der Montage der Schneeketten mit, um möglichst schnell betriebsbereit zu sein. Inklusive Personal der Administration.»

Weiter werde das Fahrpersonal sensibilisiert, in dem Sinne, dass sie für die anderen Verkehrsteilnehmenden auch mitdenken sollen, so Zenklusen. Unsichere Fahrer und Fahrerinnen würden speziell begleitet und zusätzlich geschult.

«Auf sehr exponierten und schwierigen Strecken werden in der Regel einige wenige Fahrerinnen und Fahrer mit langjähriger Erfahrung eingesetzt», sagt die Mediensprecherin von Postauto Schweiz. Diese würden speziell dafür geschult. Solch exponierte Linien seien grundsätzlich Strecken im alpinen Raum, zum Beispiel jene nach Saas Fee, ins Val d’Anniviers, Törbel oder Derborence im Kanton Wallis. Für Postauto Schweiz habe in jedem Fall die Sicherheit der Fahrgäste und der Mitarbeitenden oberste Priorität.

Regionaljournal Bern Freiburg Wallis, 17.2.2026, 17:30 Uhr ; 

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