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Wahlen Kanton Graubünden Mitte will stärkste Fraktion im Bündner Parlament bleiben

Der Grosse Rat Graubünden wird frisch gewählt. Mehr als 520 Kandidierende stellen sich zur Wahl.

Am 14. Juni wählt die Bündner Stimmbevölkerung ein neues Parlament. 522 Personen kandidieren für die 120 Sitze. Es gibt sechs Listen. Zum zweiten Mal wird der Grosse Rat nach dem Proporz- und nicht mehr nach dem Majorz-Wahlsystem gewählt. 2022 kam es deshalb zu grösseren Verschiebungen im Parlament.

Die grosse Gewinnerin vor vier Jahren war die SVP. Auch zugelegt hatten SP und Grüne, die mit einer gemeinsamen Liste antraten. Die GLP holte vier zusätzliche Sitze. Am meisten Sitze verlor die Mitte, blieb aber stärkste Kraft im Rat. Die FDP verlor neun Sitze.

Mitte will stärkste Kraft bleiben

Die Mitte-Fraktion sei mit den aktuell 34 Sitzen sehr zufrieden. Sie setzt die Prioritäten bei der dezentralen Gesundheitsversorgung im Kanton. Ausserdem will sie verhindern, dass Menschen aus den abgelegenen Regionen abwandern – mit guten Bildungsangeboten, attraktiven Arbeitsplätzen und familienfreundlichen Rahmenbedingungen.

SVP möchte fünf Sitze dazugewinnen

Die SVP strebt gemäss Parteipräsident Roman Hug fünf Sitzgewinne an – von heute 25 auf 30 Sitze. Sie möchte bei der Wählerschaft damit punkten, indem sie die regionale Wirtschaft stärkt und Bürokratie abbaut. «Wir wollen schnellere Bewilligungsverfahren und weniger Regulierung, damit unsere KMU wieder Luft haben», so Hug. Ausserdem bleibe der Wolf ein zentrales Thema. Hier setze man sich für eine konsequente Grossraubtierregulierung ein.

Grosser Konferenzraum mit vielen Teilnehmern.
Legende: Im Grossen Rat Graubünden sitzen 120 Politikerinnen und Politiker. Keystone/Gian Ehrenzeller

FDP will Ergebnis bestätigen

Wie FDP-Präsident Maurizio Michael erklärt, möchte die FDP das Ergebnis der Wahlen 2022 bestätigen und die 27 Sitze mindestens halten. Er sieht für den Kanton verschiedene Herausforderungen, welche die FDP anpacken will.

Er nennt den Wohnungsmangel und die Schwierigkeit, qualifizierte Fachkräfte zu finden. Ausserdem müssten die Folgen der demografischen Entwicklung – etwa im Arbeitsbereich – angepackt werden.

SP strebt mindestens 25 Sitze an

Die SP tritt anders als 2022 bei den Wahlen nicht mehr zusammen mit den Grünen an. Damals holte man gemeinschaftlich 27 Sitze (zwei davon die Grünen). Die Sozialdemokraten wollen nun mindestens die eigenen 25 Sitze halten.

Die Partei möchte sich für bezahlbaren Wohnraum, eine gute dezentrale Gesundheitsversorgung, konsequenten Klimaschutz und eine echte Gleichstellung einsetzen.

GLP: Sieben Sitze halten oder ausbauen

Die GLP hat aktuell sieben Sitze im Parlament. Diese möchte man mindestens halten. Die GLP will sich insbesondere für eine konsequente Energiewende, attraktive Rahmenbedingungen für Familien und Unternehmen sowie eine liberale und moderne Gesellschaftspolitik einsetzen.

Grüne möchten Fraktionsstärke erlangen

Die Grünen wagen anders als im Jahr 2022 den Alleingang. Gemäss Präsidentin Anita Mazzetta möchte man bei den diesjährigen Wahlen Fraktionsstärke (fünf Sitze) erreichen. Die Grünen sehen die Umsetzung des Aktionsplans Green Deal – ein Impulsprogramm zur Förderung von Klimaschutz – als zentral an.

Daneben setzen sie sich für die Förderung des öffentlichen Verkehrs ein. Die Grünen möchten ausserdem den Zugang zu einer qualitativ guten Grundversorgung für die Menschen in allen Regionen sicherstellen.

Abstimmungsdossier

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Legende: SRF

News und Hintergründe zu den Abstimmungen vom 14. Juni 2026.

Regionaljournal Graubünden, 29.05.2026, 17:30 Uhr ; 

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