Darum geht es: Am 8. März finden im Kanton Nidwalden Gesamterneuerungswahlen statt. Die sieben Regierungssitze wurden jedoch bereits in stiller Wahl vergeben und sind seit dem 19. Januar besetzt. Nun geht es am eigentlichen Wahltag in Nidwalden ausschliesslich um das Kantonsparlament und um die 60 Landratssitze, um welche sich 221 Leute bewerben.
Ambitionierte Neopartei GLP: Sie war die grosse Überraschung bei den letzten Landratswahlen im Jahr 2022: die GLP. Nicht einmal ein Jahr vor diesen kantonalen Wahlen war die Partei im Kanton Nidwalden gegründet worden. Und sie war auf Anhieb erfolgreich: Peter Truttmann liess prominente Köpfe etablierter Parteien hinter sich und schaffte im ersten Wahlgang den Sprung in die Regierung. Und auch bei den Landratswahlen war die junge Partei erfolgreich und erreichte ihr Ziel.
Fünf Leute wurden gewählt und somit gibt es im Landrat Nidwalden seit den Wahlen 2022 mit der GLP eine fünfte Fraktion. Mit dem Ziel, nicht nur die Fraktionsstärke zu halten, sondern noch zu wachsen.
Gerangel unter den Bürgerlichen: Mitte, FDP und SVP sind seit Jahren die drei dominanten bürgerlichen Kräfte. Sie stellen gemeinsam drei Viertel des Landrats. In den vergangenen zwei Legislaturen hatte die FDP knapp die Nase vorn und hat vor, den Spitzenplatz auch in diesem Jahr zu verteidigen. Mitte und SVP sind ihr allerdings dicht auf den Fersen.
Schwerer Stand für Linke: Die Grünen (aktuell 7 Sitze) und die SP (aktuell 2 Sitze) sind gemeinsam in einer Fraktion. Sie haben es mit ihren Themen und Meinungen schwer im ländlichen, bürgerlich geprägten Kanton Nidwalden. Die Grünen treten allerdings auch diesmal in allen Wahlkreisen an und haben nicht vor, Sitze einzubüssen. Und auch die SP hat als Kleinstpartei in neun von elf Gemeinden eine Liste eingereicht.
FDP, SVP und die Frauenfrage: Der Wahltag am 8. März ist der Internationale Frauentag. Aktuell ist etwas mehr als ein Viertel der Sitze von Frauen besetzt. Keine Probleme damit, Frauen für ihre Listen zu finden, haben die Linken, die GLP und die Mitte: Die Grünen präsentieren eine Fifty-fifty-Liste. Dies war auch bei der Mitte das Ziel, wurde aber knapp verfehlt. Weit weg davon sind derweil SVP und FDP: In der 15-köpfigen SVP-Fraktion sind aktuell zwei Frauen. Und die FDP verzeichnet bei diesen Wahlen gerade unter den Frauen gewichtige Abgänge.