- In der Schweiz sind im ersten Halbjahr 2026 deutlich weniger Asylgesuche eingereicht worden als in der Vorjahresperiode.
- Insgesamt registrierte der Bund 9734 Gesuche, was einem Rückgang von 16 Prozent entspricht.
- Tiefere Ankunftszahlen in Süditalien und weniger Gesuche von türkischen Staatsangehörigen führten zu dem Rückgang.
Im Juni 2026 wurden 1777 Asylgesuche gestellt, wie das Staatssekretariat für Migration (SEM) mitteilte. Dies waren 20 Prozent weniger als noch im Juni des vergangenen Jahres, jedoch neun Prozent mehr als im Vormonat Mai.
Den Rückgang gegenüber dem Vorjahr begründete das SEM mit tieferen Ankunftszahlen in Süditalien und weniger Gesuchen von türkischen Staatsangehörigen. Die meisten Gesuche im Juni stammten von Personen aus Afghanistan (456). Dahinter folgten Eritrea mit 222, Algerien mit 175, die Türkei mit 140 und Somalia mit 139 Gesuchen.
Das SEM entschied im Berichtsmonat über 2235 Asylgesuche und gewährte in knapp einem Drittel der Fälle Asyl. Zudem verliessen 872 Personen die Schweiz kontrolliert. Davon reisten 527 Personen selbstständig aus, während 345 Personen in ihre Heimat oder einen Drittstaat zurückgeführt wurden.