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Besucherzentrum Moneyverse Die SNB öffnet ein Fenster zur Bevölkerung

Die Nationalbank will über Geld informieren. Das neue Museum in Bern war der SNB mehrere hundert Millionen Franken wert.

Eigentlich führt für die Bevölkerung kein Weg hinter die Mauern der Schweizerischen Nationalbank – nicht in Zürich und nicht in Bern, wo sie je einen Sitz hat. Ab 10. April lässt die SNB zumindest teilweise hinter ihre Kulissen blicken.

Im Kaiserhaus Bern, direkt neben dem SNB-Sitz gelegen, eröffnet das Besucherzentrum «Moneyverse». Auf vier Etagen steht das Thema «Geld» im Zentrum; aus historischer, wirtschaftlicher, gesellschaftlicher und persönlicher Perspektive. 

Geschätzte 250 Millionen Franken Investitionen

«Die Geldpolitik betrifft alle», sagt SNB-Präsident Martin Schlegel. Es sei wichtig, dass die Bevölkerung verstehe, was die SNB mache und weshalb.

Für den Umbau des Kaiserhauses habe die Nationalbank einen «tiefen, dreistelligen Millionenbetrag» ausgegeben, für das Museum selbst einen «tiefen zweistelligen Millionenbetrag». Hinzu komme jährlich ein «tiefer einstelliger Millionenbetrag» für den Betrieb. Genauere Zahlen nennt Martin Schlegel nicht. Die SNB finanziert das Projekt ohne Besuchergelder, der Eintritt ist kostenlos.

Infos zum Besucherzentrum

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Das «Moneyverse» ist eine Zusammenarbeit der Schweizerischen Nationalbank (SNB) mit dem Bernischen Historischen Museum. Das Besucherzentrum im Kaiserhaus in Bern ist ab dem 10. April von Dienstag bis Sonntag von 10 bis 17 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist kostenlos. Tickets können über die Website gelöst werden.

Die Ausstellung wirkt überraschend spielerisch. So gibt es etwa einen Leitzins-Simulator, der zeigt, was in der Gesellschaft geschieht, wenn die Nationalbank eine Senkung oder Anhebung verkündet.

Notenbanker und Ausstellungsmacher: zwei Welten

Das Museum ist eine Zusammenarbeit mit dem Bernischen Historischen Museum – mit Notenbankern und Ausstellungsmachern sind Welten aufeinander gestossen. «Dieser Eindruck ist natürlich nicht ganz falsch», sagt SNB-Präsident Martin Schlegel. «Aber ich glaube, es macht das ‹Moneyverse› auch spannender, dass unsere etwas trockenen Themen, muss ich zugeben, gut vermittelt werden von Museumsleuten, die Erfahrung in der Vermittlung von komplexen Sachverhalten haben.»

Der Direktor des Bernischen Historischen Museums, Thomas Pauli-Gabi, beschreibt die Zusammenarbeit als grosse Herausforderung: «Wir sind kreativ und experimentierfreudig, und die Zentralbanken sind sehr risikobewusst, haben auch eine tiefe Fehlertoleranz.» Es habe eine Weile gebraucht, bis man sich verstanden habe. «Mittlerweile läuft das ausgezeichnet.»

Sein Wunsch, wenn Besucher und Besucherinnen die Ausstellung verlassen: «Dass man zum Thema Geld eine andere Beziehung entwickeln kann.»

Die SNB will mit ihrem neuen Museum neben der breiten Bevölkerung vor allem Schulklassen ansprechen. Personen, die durch die Ausstellung führen, heissen deshalb «Hosts». Und eine Gamestation soll die jüngere Generation etwas länger an der trockenen Materie halten.

Tagesschau, 9.4.2026, 19:30 Uhr;liea

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