- Die Schweizerische Nationalbank (SNB) belässt den Leitzins ein weiteres Mal bei 0 Prozent. Damit legt die SNB zum dritten Mal in Folge eine Zinspause ein.
- Die SNB folgt auch dem Entscheid der US-Notenbank FED. Diese hatte am Mittwochabend den Leitzins wie erwartet unverändert belassen.
- Falls nötig, will sie vor allem am Devisenmarkt tätig sein. Angesichts des Konflikts im Nahen Osten ist die Bereitschaft der Nationalbank, am Devisenmarkt zu intervenieren, erhöht.
Wegen des Anstiegs der Energiepreise liege die bedingte Inflationsprognose der SNB für die nächsten Quartale höher als im Dezember, teilte die SNB im Rahmen der vierteljährlichen geldpolitischen Lagebeurteilung mit.
Der mittelfristige Inflationsdruck habe sich gegenüber der letzten Lagebeurteilung aber kaum verändert, betonten die Währungshüter. Auch die Unsicherheit bezüglich des Wirtschaftsausblicks hat mit dem Konflikt im Nahen Osten deutlich zugenommen, erklärte die SNB weiter.
Unsicherer handelspolitischer Ausblick
Das Wachstum der Weltwirtschaft dürfte sich vorübergehend etwas verlangsamen. Der Ausblick für die Weltwirtschaft unterliege «bedeutenden» Risiken. Neben der Situation im Nahen Osten bleibe zudem auch der handelspolitische Ausblick weiterhin unsicher.
Die erneute Zinspause der SNB kommt nicht überraschend. Von der Nachrichtenagentur AWP befragte Ökonominnen und Ökonomen hatten diesen Entscheid im Vorfeld unisono so erwartet.
Bereits im Dezember hatte die SNB wie erwartet ihre Zinspause verlängert. Der Leitzins wurde das zweite Mal in Folge bei 0 Prozent belassen. Schon im September 2025 hatte die Nationalbank den Leitzins bei 0 Prozent belassen. Zuvor hatte sie ihn sechs Mal in Folge gesenkt. Damals liess die SNB verlauten, dass in der mittleren Frist der Inflationsdruck gegenüber der letzten Lagebeurteilung aber praktisch unverändert sei.