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Horrender Preisanstieg Heizöl ist markant teurer geworden

Wer im Sommer Heizöl kauft, zahlt normalerweise weniger als im Winter. Doch aktuell gilt das nicht mehr.

Wer aktuell seinen Heizöltank auffüllen lässt, muss deutlich tiefer ins Portemonnaie greifen als bis vor ein paar Wochen: 100 Liter Heizöl kosten 137 Franken. Das ist ein Drittel mehr als noch vor Monatsfrist. Ueli Bamert, Geschäftsführer von Swissoil, dem Dachverband der Brennstoffhändler in der Schweiz, nennt die Ursache: «Hauptverantwortlich ist der Rohölpreis auf dem Weltmarkt. Dieser reagiert sehr sensibel auf Krisen und Kriege, wie wir es jetzt im Iran erleben.» Nach Jahren stabiler Preise liess der Krieg im Iran den Rohölpreis im April stark steigen.

Der höhere Rohölpreis werde dann an die Käufer von Heizöl weitergegeben. Auch in der Schweiz, sagt Ueli Bamert. Denn für die Herstellung von Heizöl muss das Rohöl in einer Raffinerie mehrere chemische und physikalische Prozesse durchlaufen. Ein grundlegender Verarbeitungsprozess ist unter anderem eine Destillation, bei welcher das Rohöl auf 400 Grad erhitzt wird.

Keine Knappheit an Rohöl

Das Rohöl für die Schweiz stammt etwa zur Hälfte aus den USA. Rund 35 Prozent kommen aus Nigeria, fünf Prozent aus Kasachstan. Der Rest aus Aserbaidschan und Libyen.

Person in gelber Jacke tankt einem Gebäude.
Legende: 100 Liter Heizöl kosten derzeit 137 Franken. Das ist ein Drittel mehr als noch vor vier Wochen. KEYSTONE/Christian Beutler

Doch auch wenn der Nahe Osten kein Rohöl für die Schweiz liefert, bleibt sie von Weltmarktpreisen und vom Dollarkurs abhängig. Auf eine Knappheit an Rohöl ist der Preisanstieg – und damit auch das teurere Heizöl – jedenfalls nicht zurückzuführen.

Preisschwankungen bleiben

Ueli Bamert sagt: «Wir müssen keine Angst haben, dass es zu wenig Öl gibt. Es gibt verschiedene Anbieter weltweit. Aber die Preise sind nach wie vor volatil. Das kann rauf und runter gehen, je nach internationaler Lage.» Wer also hofft, seinen Heizöltank beispielsweise im Herbst wieder günstiger aufzufüllen, kann unter Umständen auch dann wieder auf dem falschen Fuss erwischt werden. Hinzu kommt, dass derzeit die Frachtkosten tendenziell höher sind, weil die Pegelstände auf dem Rhein niedrig sind und sich damit der Transport verteuert.

Je unsicherer die geopolitische Lage, desto höher die Risikoprämie, die auf den Rohölpreis geschlagen wird, und damit auch den Preis für Heizöl verteuert.

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Tagesschau, 16.7.2026, 19.30 Uhr;liea

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