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Zinssitzung der US-Notenbank US-Notenbank Fed lässt die Leitzinsen wie erwartet unverändert

  • Die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) hält trotz anhaltender Inflationsgefahr den Leitzins stabil.
  • Sie belässt ihn in der Spanne von 3.50 bis 3.75 Prozent.
  • Die Inflation in den USA wegen der Energiepreise infolge des Iran-Krieges hat zuletzt etwas nachgelassen.

Die US-Notenbank Federal Reserve lässt den Leitzins wie erwartet ein weiteres Mal unverändert. Im Anschluss an seine traditionelle zweitägige Sitzung hat der geldpolitische Ausschuss (FOMC) beschlossen, die Zinssätze zum fünften Mal in Folge in der Spanne zwischen 3.50 und 3.75 Prozent zu belassen. Drei der neun Mitglieder des Zentralbankrats sprachen sich jedoch für eine Zinserhöhung um 0.25 Prozentpunkte aus, teilte die Fed in Washington mit.

Dass das Fed-Gremium nicht einstimmig votiert, ist zwar nicht aussergewöhnlich – zeigt aber, wie unterschiedlich stark die derzeitige Teuerungsrate auf hohem Niveau gewichtet wird. Die Energiekrise und der Iran-Krieg liessen praktisch keine andere Entscheidung zu.

Nach der jüngsten Eskalation im Nahen Osten war der Ölpreis stark gestiegen und erst am Wochenende wieder gefallen. Die Fed möchte sogenannte Zweitrundeneffekte (Anpassungsreaktion auf einen ersten Effekt wie z.B. höhere Energiepreise) unbedingt vermeiden. Damit ist ein Hochschaukeln von Preisen und Löhnen gemeint, womit die Inflation weiter angetrieben wird.

Kampf der Teuerung

Die Teuerungsrate lag im Juni bei 3.5 Prozent und damit immer noch deutlich über dem von der Fed angestrebten Ziel von 2.0 Prozent. Zudem war die Entwicklung bei der Beschäftigung deutlich hinter den Erwartungen zurückgeblieben.

Gebäudefassade mit der Aufschrift Federal Reserve über einem geschmiedeten Eisenfenster.
Legende: Das «Marriner S. Eccles Federal Reserve Board Building» ist der Sitz des US-Zentralbanken-Systems in Washington D.C. REUTERS / Elizabeth Frantz

Der neue Fed-Chef hatte sich zuvor angesichts der relativ hohen Teuerungsrate kämpferisch gezeigt. «Die Mitglieder unseres Ausschusses tolerieren keine anhaltend hohe Inflation», sagte er Mitte Juli. Warsh tendiert eher zu einer restriktiveren Geldpolitik, um die Inflation zu bekämpfen.

Er hat sich zugleich vorgenommen, die Federal Reserve zu reformieren, und hat dafür verschiedene Projektgruppen bestimmt. Eine von ihnen untersucht dabei das Rahmenwerk der Fed zur Inflation. Warsh liess so Kritik an der Arbeit der Notenbank unter seinem Vorgänger Jerome Powell anklingen, da sie die erhöhte Inflation in den vergangenen Jahren nicht in den Griff bekommen habe.

Beim letzten Zinsentscheid Mitte Juni hatte die Fed für das laufende Jahr kein schnelles Abflauen der Inflation erwartet. Für das ganze Jahr 2026 rechnet sie mit einer Teuerung von 3.6 Prozent. 2027 sehen die Fed-Prognosen dann 2.3 Prozent vor. Das würde dann Raum geben für Diskussionen über einen gelockerten geldpolitischen Kurs.

SRF 4 News, 29.7.2026, 21 Uhr ; 

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