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Zollentscheid aus den USA Die aktuellen Zölle laufen aus – was droht der Schweiz?

Worum geht’s? US-Präsident Donald Trump setzt auf Zolleinnahmen. Er setzt sie ein, um etwa bei Handelspartnern US-Interessen durchzudrücken. Im Februar 2026 wurde er vom obersten US-Gericht zurückgepfiffen: Der Supreme Court erklärte Zölle, die auf Basis eines Notstandsgesetzes verhängt wurden, für rechtswidrig. Der US-Präsident reagierte mit einem neuen Zoll von global zehn Prozent auf die meisten US-Importe. Dabei nutzt er eine andere Rechtsgrundlage, die pauschale Zölle für maximal 150 Tage erlaubt – bis am 24. Juli 2026.

Was passiert danach? Das Übergangsregime endet am 24. Juli. Da die US-Regierung kaum auf die Zolleinnahmen verzichten will, hat sie eine neue Rechtsgrundlage im US-Gesetz gesucht und gefunden: Gemäss Paragraf 301 des Handelsgesetzes von 1974 darf die Regierung bei nachweislich unfairen Handelspraktiken Zölle verhängen. Die USA werfen 60 Ländern vor, nicht genügend gegen importierte Produkte aus Zwangsarbeit vorzugehen. Es drohen Zölle von 10 bis 12.5 Prozent. Auch für die Schweiz und die EU.

Ist es das dann mit den US-Zöllen? Nein. Die USA prüfen bereits weitere Möglichkeiten für zusätzliche Zölle. Dabei geht es um den Vorwurf, gezielt mit einer industriellen Überproduktion und billigen Exporten in die USA die dortigen Produzenten zu schädigen. Hier haben die USA 16 Handelspartner im Visier, auch die Schweiz und die EU.

Wo steht das Handelsabkommen Schweiz-USA? Im November 2025 haben die Schweiz und die USA eine Absichtserklärung unterzeichnet, die US-Zölle bei 15 Prozent zu deckeln. Damit soll die Planungssicherheit für Schweizer Exporteure mit Blick auf mögliche weitere Zoll-Kapriolen erhöht werden. Seither laufen die Verhandlungen zu einem rechtsverbindlichen Handelsabkommen.

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10vor10, 17.7.2026, 21:50 Uhr;weds

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