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Zweifel an der Batterie Bund fördert Batterie-Checks für gebrauchte E-Autos

Gebrauchte Elektroautos werden immer günstiger. Ein zunehmendes Angebot und die Skepsis vieler Kunden drücken den Preis. Nun unterstützt der Bund ein Projekt, das Vertrauen schaffen soll.

Eigentlich verkaufen sich Elektroautos in der Schweiz immer besser: Vergangenes Jahr machten Stromer bereits 22 Prozent aller Neuwagen aus. Doch während die Neuwagen-Verkäufe boomen, haben gebrauchte Elektroautos einen schweren Stand: Die Preise sinken kontinuierlich.

Zum Beispiel in der Garage Küng im Aargau. Ein erst vier Jahre altes E-Auto-Modell kostet nur noch rund ein Drittel des ursprünglichen Neupreises. «Selbstverständlich» schmerze das, sagt Garageninhaber Stefan Küng: «Die Preise sind unter Druck. Wir machen zum Teil auch Verluste auf diesen Fahrzeugen.»

In drei Jahren 30 Prozent günstiger

Die Zahlen belegen den Trend: Kostete ein durchschnittliches, gebrauchtes Elektroauto vor drei Jahren noch über 25'000 Franken, sind es heute nur noch gut 17'000 Franken – ein Minus von rund 30 Prozent.

Diese Daten erhoben hat das Unternehmen Auto-i-dat. Über ihre Plattform wird rund ein Drittel aller Occasionsverkäufe in der Schweiz erfasst. «Es gibt ein ein immer grösseres Angebot an Elektroauto-Occasionen.

Viele Fahrzeuge kommen aus dem Leasing auf den Markt und die Technologie entwickelt sich stetig weiter», sagt Geschäftsführer Philipp Zimmermann. Zudem sinken die Preise von E-Neuwagen und es gebe immer mehr Modelle und dadurch mehr Konkurrenz. «Das alles drückt die Preise von Occasionen», sagt Zimmermann.

Zweifel am Zustand der Batterien

Zudem sind Kunden und Kundinnen skeptisch, wie gut die Batterien noch sind. Eine Studie des Forschungsinstituts GFS.Bern im Auftrag von Auto-i-dat zeigt: Zwar können sich schon über 40 Prozent der Befragten den Kauf einer E-Occasion vorstellen, doch viele zweifeln am Zustand der Batterien.

Person trägt isolierte Gummihandschuhe und überprüft Steckerverbindung eines Elektroautos.
Legende: Das Angebot an Elektrofahrzeugen wird immer grösser und damit immer mehr Stromer auf dem Occasionsmarkt. KEYSTONE / Christian Beutler

Hier will nun der Bund unterstützen: Das Bundesamt für Energie (BFE) fördert ein Projekt des Autogewerbeverbands AGVS für so genannte Gesundheits-Checks von E-Autobatterien mit einem Betrag von 120'000 Franken. Konkret werden Garagisten dafür entschädigt, dass sie die Resultate von Batterie-Checks in die Datenbank eintragen und ihre Kunden über solche Checks aufklären.

«Mit mehr Analysen und einem besseren Verständnis der Entwicklung des Gesundheitszustands der Batterien trägt der Check dazu bei, das Vertrauen in die Elektromobilität zu stärken», schreibt das BFE. Der Batterie-Check selbst ist schnell gemacht und kostet etwas über 100 Franken. «Diese E-Auto-Batterie bringt noch gut 92 Prozent der ursprünglichen Leistung», sagt Garagist Küng über ein Fahrzeug in seinem Angebot. Damit komme der gebrauchte Stromer bei Vollladung statt der ursprünglich 477 immer noch 439 Kilometer weit.

Tagesschau, 6.6.2026, 19:30 Uhr

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