Abenteuerlust und christliche Sendung

Seit 200 Jahren arbeitet die Basler Mission mit weltweiter Ausstrahlung. Das Missionsverständnis hat sich dabei grundlegend gewandelt. Aus den zu bekehrenden «Heidenkindern» in Afrika und Asien sind selbstbewusste Partnerkirchen geworden.

Altes Foto einer grossen Kirche, davor stehen Menschen.
Bildlegende: Eine Basler Missionskirche in Kozhikode, Kerala, 1908. Wikimedia

«Gehet hin und machet zu Jüngern alle Völker!» Auf diesen Vers aus dem Matthäusevangelium bezogen sich die verschiedensten Missionswerke. Das 19. Jahrhundert gilt als Jahrhundert der Mission. Wer in die Wildnis Südamerikas oder Ostasiens aufbrach, brauchte nicht nur Gottvertrauen, sondern auch eine gehörige Portion Abenteuerlust.

Über die gemischten Motivationen der Missionarinnen und Missionare erzählt der Theologieprofessor Dieter Becker in dieser Perspektivensendung. Auch der Basler Historiker Paul Jenkins hat den Wandel der Basler Mission von der Kolonialgehilfin hin zum partizipatorischen Hilfswerk miterlebt. Jenkins definiert heute: «Mission heisst: wissen zu wollen, was man nicht weiss.»

Redaktion: Judith Wipfler