Kirche im Postkommunismus – Die Tochter eines Untergrundpriesters erzählt

In der Slowakei zur Sowjetzeit konnte die römisch-katholische Kirche Jahrzehnte nur im Untergrund überleben. Die Kirche suchte bewusst unauffällige Familienväter aus, um sie zu Priestern zu weihen. Und sogar Frauen wurden geweiht!

Ein Bild eines Hauses in Bratislava, Slowakei.
Bildlegende: In der Slowakei zur Sowjetzeit wirkte die römisch-katholische Kirche im Versteckten. flickr/Alexander Russy

Nach dem Zusammenbruch des Kommunismus tauchte die Untergrundkirche wieder auf. Aber nun gab es Probleme mit der kirchlichen Anerkennung der Weihen. Die Risiken, die Frauen und Männer im Untergrund für ihre Kirche auf sich genommen hatten, wurden kaum verdankt. Die meisten der Geheimpriester und Priesterinnen sollten ihr Weiheamt auch nicht mehr weiter ausüben. Wie lebt die römisch-katholische Kirche in der Slowakei heute damit?
Margita Markova ist die Tochter eines Untergrundpriesters und bis heute in der Kirche engagiert. Sie hat an verschiedenen Studien über die aktuelle Situation der römisch-katholischen Kirche in der Slowakei mitgewirkt. In Perspektiven gibt sie über die Kirche im Postkommunismus Auskunft

Buchhinweise:
František Mikloško und Karol Moravcík (Hg.),
«Die Freude des Evangeliums in der Slowakei.
Versuch einer Situationsanalyse der katholischen Kirche»,
aus dem Slowakischen übersetzt von Marie-Theres Cermann,
Bratislava, 2016.

Wolfgang Bergmann, «Geheim geweiht», Wieser-Verlag, 2016.

Redaktion: Redaktion: Judith Wipfler