Wie komme ich in den Ferien-Schlafmodus?

Zu Hause klingelt der Wecker immer um 6 Uhr und in den Ferien ist man auch ohne Wecker exakt um 6 Uhr wach. Wenn man sich aber tagsüber fit fühlt, ist das kein Problem. Mit dem Ferienschlaf verhält es sich wie mit dem Jetlag. Pro Tag kann man den Rhythmus um eine Stunde verschieben.

Wecker sechs Uhr Frau mit Kissen auf Kopf will nicht aufwachen
Bildlegende: Ferien und trotzdem um 6 Uhr wach. Sind Sie tagsüber trotzdem fit, brauchen sie nicht mehr schlaf. Freuen sie sich. Colourbox

«Grundsätzlich ist die Sache mit dem Ausschlafen sehr individuell», sagt Johannes Mathis, Leiter der Schlaf-Wach-Medizin am Inselspital Bern. Was häufig vergessen wird: Man kann nicht mehr schlafen, als man braucht. Frühes Erwachen ist also kein Grund zur Sorge.

Die Langschläfer haben es vielleicht ein bisschen leichter, schlaftechnisch in den Ferienmodus zu finden, sagt der Schlafmediziner. Sie würden ja auch im Alltag, wenn der Wecker klingelt, am liebsten liegen bleiben. Grundsätzlich muss man dem Körper, beziehungsweise dem Schlaf, auch ein bisschen Zeit geben, sich umzustellen. «Das ist wie beim Jetlag. Um eine Stunde einzupendeln braucht man einen Tag.» Wer in den ersten Tagen in den Ferien um 7 Uhr, statt um 9 Uhr aufwacht, hat den Jetlag aus dem Alltag bald überwunden. «Der Schlaf wird im Alter einfach ein bisschen stur», sagt Mathis. Was man auch nicht vergessen darf: Es gibt Menschen, die brauchen weniger Schlaf.

Die Tipps des Schlaf-Wach-Mediziners:

  • Fühlt man sich am Tag fit, so hat man genug geschlafen, auch wenn man nicht ausgeschlafen hat.
  • Ausschlafen ist etwas sehr Individuelles. Langschläfer brauchen es, Kurzschläfer können den Morgen geniessen.
  • Wer später ins Bett geht, kann länger schlafen.
  • Achtung vor dem Schlaf im Liegestuhl: 10 Minuten Tagesschlaf ersetzt eine Stunde Nachtschlaf.
  • Zu viel Alkohol am Abend vermeiden. Ein Glas Wein zum Essen liegt aber durchaus drin.
  • Alkohol hilft zwar beim Einschlafen, stört aber das Durchschlafen und man wacht früher auf.
  • Vielleicht trinkt man den Ristretto besser am nächsten Morgen statt am Abend.

Moderation: Dani Fohrler, Redaktion: Regula Zehnder