Achim Parterre: «Tschüss zäme» Sommerlesung, Folge 2

Es ist Samstag, der 10. Februar. Im Strassengraben in Gäziwil liegt ein Toter. Es ist der alte Ramseier, der im Restaurant «Les Amis» immer zuhinterst in der Ecke sass und «strube» Geschichten erzählte. Ramseier wurde umgebracht. Er hat im Kopf ein Loch so gross wie ein «Härdöpfel».

Eine Dorfbeiz
Bildlegende: Eine Dorfbeiz keystone

Aber die Geschichte beginnt bereits zwei Tage früher. Es ist Donnerstag, der 8. Februar. Auf dem Bauamt klingelt das Telefon; auf dem Waldlehrpfad liegt ein Baum. Obwohl es bereits gegen Abend geht, schickt Schärrer, Chef des Bauamts, zwei Leute los, um das Hindernis wegzuräumen.

Grossrat Monbaron lässt sich derweil bei Jean-Louis die Haare tönen, währenddessen Bernhard und Ramseier im «Les Amis» Pläne schmieden. Herr Monbaron ärgert sich, dass Frau Isenschmid ihm den Grossratssitz streitig machen will, und Jean-Louis verrät ihm ein Berufsgeheimnis. Und Liechti, Angestellter beim Bauamt macht auf dem Waldlehrpfad einen wichtigen Fund.

Der Autor Achim Parterre

Achim Parterre hat sich einen Namen gemacht mit seinen «Morgengeschichten» auf Radio SRF 1, als Spoken-Word-Künstler im Trio «Die Gebirgspoeten» und im Duo «Spoken Wörgeli» und als Autor von Klein- und Kleinstgeschichten, die versammelt sind im Buch «Im Chäsloch». Für sein Engagement bei der Hommage-CD «aber hütt» für den Berner Mundartdichter Ernst Eggimann hat Achim Parterre im Juni 2013 den «Prix Trouvaille» des Kantons Bern erhalten.

Eine groteske Welt in Gäziwil

Mit «Tschüss zäme» legt Achim Parterre nun seinen ersten längeren Text vor, einen Krimi. Wir geraten nach Gäziwil, in eine groteske Welt zwischen Dürrenmatts «Besuch der alten Dame» und dem randständigen Personal in Pedro Lenz' «Dr Goalie bin ig». Aber Achim Parterre schafft eigene Spuren: Furztrockene Dialoge, eklige Beweisstücke und unmoralische Angebote, eine rasante, witzige Mischung, real und irreal zugleich. Das Ganze in grosser Ruhe erzählt vom Autor selber. Die Musik zur Lesung komponierte und interpretierte Bruno Raemy.

Redaktion: Buschi Luginbühl, Markus Gasser