24.08.202020586 Ansichten

Andy Hug – Vom Rocky zum Samurai

In Japan galt er als «Samurai mit den blauen Augen». Als Andy Hug vor zwei Jahrzehnten in Tokio mit 36 Jahren stirbt, kommen Zehntausende an seine Beerdigung. Der «DOK» zeigt die unglaubliche Karriere des Schweizer Kickboxers, der in Japan riesige Arenen füllte und die Herzen der Japaner eroberte.

Als junger Metzgerlehrling und Karatesportler sieht Andy Hug im Dorfkino in Wohlen den Film «Rocky» mit Sylvester Stallone und beschliesst, die Filmgeschichte zum Drehbuch seines Lebens zu machen. In Japan wird sein Talent entdeckt und bald feiert er Erfolge an den Kickbox-Tournieren der damals neuen «K1»-Klasse. Schnell wird sein «Rocky»-Traum wahr. Seine Fangemeinde wird immer grösser. Die Japaner bewundern nicht nur seinen eleganten Kampfstiel, sie erkennen im Schweizer bald klassische Samurai-Qualitäten: Ein edler Kämpfer, der nie aufgibt. Filmemacher Fritz Muri gelang es mit seinem Team, diesen Aufstieg zum Superstar auch in intimeren Momenten mit der Kamera festzuhalten. Gezeigt wird die Angst und die Nervosität des Kämpers in der Garderobe vor dem Kampf, die Niederlagen und schweren Verletzungen, aber auch die Vaterfreuden nach der Geburt seines einzigen Sohnes. Andy Hug begeisterte in Japan Millionen, nie wollte er sein Publikum enttäuschen. Auch nach Verletzungen und Schmerzen trat er zum Kampf an. Sein früher Tod mit 36 Jahren an Leukämie am 24. August 2000 war ein Schock für Japan und auch für die Schweiz.

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