05.12.201813710 Ansichten

Mein anderes Russland – Ein Amateur am Elbrus

Der Elbrus ist hoch, kalt und unberechenbar. Jedes Jahr fordert der 5642 Meter hohe Vulkan seine Opfer. Ein bergunerfahrener Auslandkorrespondent stellt sich der Herausforderung.

Christof Franzen ist als Korrespondent viel in Russland herumgekommen. Immer wieder blieb sein Blick am Elbrus hängen, der auf der legendären Liste der «seven summits» steht, den höchsten Gipfeln jedes Kontinents. Einmal im Leben wollte er auf dem Dach Europas und Russlands stehen. Und warum nicht jetzt, als Abschluss? Doch Christof Franzen ist kein Bergsteiger. Obwohl in den Walliser Bergen aufgewachsen, hat er noch nie einen Fuss auf 4000 Meter gesetzt. Doch nun will er es wissen. Alexey Shustrov, ein russischer Bergführer, führt den Journalisten ins ABC des Bergsteigens ein und klärt ihn über die Gefahren auf. So harmlos der erloschene Vulkan aussieht, so gefährlich kann er sein. Wetterumschläge kommen rasch, Menschen verirren sich, fallen in Gletscherspalten oder erfrieren. Und die politische Lage im Gebiet ist labil. Die Nähe zu Georgien und die Lage mitten im Kaukasus schaffen ein konfliktgeladenes Umfeld. Auch das spürt man. In den Tälern rund um den Elbrus trifft er während der Akklimatisierung russische Bergsteigerlegenden, erfährt von den goldenen Zeiten des Sowjet-Tourismus und von Wunderheilungen durch das Wasser des Berges. Hier ist schon der Weg zum Berg ein wahres Abenteuer. Und auch am Berg ist einiges los. Aus der ganzen Welt pilgern Menschen an den Elbrus. Was hier oben abgeht, hat sich Christof Franzen in seinen kühnsten Träumen nicht vorstellen können. Doch je näher der Gipfel rückt, desto mehr zweifelt er, ob das, was er sich in den Kopf gesetzt hatte, wirklich eine gute Idee war. Ob er es trotzdem bis zum Gipfel schafft? Nach zehn Jahren als Russland-Korrespondent kehrt Christof Franzen zurück in die Schweiz. Als Abschluss will er noch einmal ganz neue Herausforderungen anpacken. Und nimmt uns mit auf seine ganz persönlichen Russlandabenteuer.

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