01.04.202022618 Ansichten

Pflege – Zwischen Frust und Leidenschaft

In der Schweiz herrscht Notstand beim Pflegepersonal. Wird jetzt nicht gehandelt, droht bis ins Jahr 2030 ein massiver Personalmangel. Die Politik ist gefragt, denn die Arbeitsbedingungen im Pflegeberuf sind alles andere als rosig. 46 Prozent aller Pflegefachfrauen und -männer wollen ihren Beruf frühzeitig aufgeben. Diese Zahl zeigt die grosse Verunsicherung im Pflegeberuf. Agnès Chapalay, Luisa Corrêa-Pizer, Maryline Bovero und Jérôme Arellano arbeiten in der Westschweiz in der Pflege. In der Reportage von Cédric Louis berichten sie über ihren Arbeitsalltag in Spitälern, über die tägliche Angst, in diesem Umfeld zwischen Leben und Tod einen Fehler zu machen, über lange Arbeitstage ohne Pausen, aber auch über das Glücksgefühl, wenn man helfen und etwas bewirken kann. Carmen Catalioto Cuche ist Ko-Präsidentin der Waadtländer Sektion des Schweizer Berufsverbands der Pflegefachfrauen und Pflegefachmänner SBK. Sie setzt sich für die sogenannte «Pflege-Initiative» ein, die die Stärkung des Pflegepersonals anstrebt. Die Initiative ist momentan im Parlament hängig. Carmen sagt: «Wenn es so weiter geht, weiss ich nicht, wer uns 2030 noch pflegen wird.» Louis‘ Reportage zeigt aber auch: Trotz der schwierigen Arbeitsbedingungen gibt es sie nach wie vor Pflegefachfrauen und -männer, die ihren Beruf mit grosser Leidenschaft ausüben.

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