07.03.202110130 Ansichten

Putzfrauen in Rente – Keine saubere Sache

Sie werden schlecht bezahlt und arbeiten in einem äusserst anstrengenden, typischen Frauenberuf, für den sie wenig Wertschätzung bekommen: die portugiesischen Putzfrauen hierzulande. Und wenn sie vor der Pensionierung stehen, stellen sie fest: das Geld reicht nicht zum Leben in der Schweiz.

In der Schweiz stammen die meisten Putzfrauen über 55 Jahre aus Portugal. Sie kamen in die Schweiz, häufig ohne Papiere und ohne Ausbildung. Und so begannen sie zu putzen, um Geld zu verdienen. Sie integrierten sich, lernten die Sprache, bauten sich eine Familie und somit ihr Leben auf in der Schweiz. Ihr ganzes Leben lang schrubbten, fegten sie, entfernten den Dreck der anderen – und das für sehr wenig Lohn. Und wenn sie dann ins Pensionierungsalter kommen, stellen sie fest: Die Rente reicht nicht aus, um in der teuren Schweiz zu bleiben. Florence Fernex und Emanuelle Bressan-Blondeau haben mehrere Frauen aus Portugal in der Westschweiz bei ihrer Arbeit begleitet. Oft bleibt ihnen nach der Pensionierung nur eines: die Rückkehr ins Herkunftsland, was ein erneutes Abschiednehmen bedeutet – von ihren Kindern und Enkeln und einem ganzen Leben in der Schweiz.

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