05.07.201947032 Ansichten

Salars Reise in den Iran – Inshallah (2/2)

Kaum jemand weiss, unter welchen Umständen SRF-Moderator Salar Bahrampoori in der Schweiz gelandet ist. Um zu seine persischen Wurzeln zu finden, muss Salar in den Iran reisen.

Iran, 1980. Ein Jahr nachdem der Schah Mohammad Reza Pahlavi gestürzt wurde und der erste Golfkrieg beginnt. Unter Beschuss flüchtet die Familie Bahrampoori mit dem einjährigen Salar aus ihrem Haus in Teheran. Verwandte und Hab und Gut müssen sie zurücklassen. Die Flucht endet in Chur, wo die Familie ein neues Leben beginnt. Schnell ist die Familie integriert. Zuhause wird aber vor allem die persische Kultur gepflegt, ihre Sprache und ihr Essen. Nach dem frühen Tod von Vater Iradj 2001 verliert sich der familiäre Zusammenhalt und das Persische in Salars Alltag. In der Familie wird nun Schweizerdeutsch gesprochen. «Ich bin zwischen zwei Kulturen aufgewachsen», sagt Salar Patrick Bahrampoori. «Seit dem Tod meines Vaters habe ich die persische Kultur aber kaum mehr gelebt. Ich habe die Sprache nicht mehr gesprochen, das Essen nicht gegessen, die Düfte und Gerüche nicht gerochen… ich habe das alles zur Seite gelegt. Aber jetzt, mit 40, möchte ich diesen Teil meiner Identität wiederentdecken. Jetzt ist der richtige Zeitpunkt dafür, ich spüre das.“ Für SRF-DOK produziert Salar Patrick Bahrampoori den zweiteiligen Dokumentarfilm «Salars Reise in den Iran – Inshallah». Sein langjähriger Weggefährte und Freund, Reto Wettstein, begleitet ihn auf die abenteuerliche Reise. Die Route, die Salar und Reto wählen, ist dieselbe, die einst Fluchtweg war – allerdings in umgekehrter Richtung. Zürich–Teheran: das sind 5500 Kilometer durch acht Länder. Auf dieser Reise und innerhalb Irans will sich Salar mit seiner kulturellen Identität auseinandersetzen - eine Spurensuche. «Salars Reise in den Iran – Inshallah» ist ein persönlicher und authentischer Dokumentarfilm, nah am Geschehen und Erleben und mit einem Thema, mit dem sich heute eine ganze Generation auseinandersetzt.

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