«Der Umsatzausfall für diese Woche und die nächste Woche beträgt grob geschätzt etwa 30 Prozent», klagt Salvatore de Matteis gegenüber dem Westschweizer Radio und Fernsehen (RTS). De Matteis ist Direktor von Planzer Genf, dem Schweizer Marktführer der Transportunternehmen.
Wegen der vielen Bestellungen, die diese Woche nicht ausgeliefert werden können, wird Planzer für nächste Woche Personal einstellen müssen, um die Ware nachzuliefern.
Bei der Union Maraîchère de Genève, einer Handelsorganisation, die jährlich 30’000 Tonnen Früchte und Gemüse transportiert, rechnet man mit möglichen Strafzahlungen wegen der Verspätungen. Am Dienstag kamen von hundert Lastwagen achtzig verspätet an.
«Wir haben versucht, das zu erklären und zu antizipieren und mit all unseren Kunden Lösungen zu finden», berichtet Xavier Patry, der Direktor der Genossenschaft. «Wir werden sehen, welche Flexibilität und welches Verständnis sie haben werden.»
Geduld auf den Strassen
Die Verkehrsbeschränkungen werden voraussichtlich bis Freitag andauern. Sie haben am Mittwoch erneut Staus an der Grenze verursacht. Grenzgänger und Grenzgängerinnen warteten lange am Steuer ihrer Fahrzeuge, wie eine spontane Umfrage von RTS ergab.
Stimmen von Genfer Gewerbetreibenden zum G7-Gipfel:
Die Genfer Verkehrsbetriebe schränkten am Mittwoch ihr Angebot noch weiter ein, um «den Verkehr nicht zu überlasten» und «bessere Taktzeiten zu gewährleisten».
Der G7-Gipfel wirkt sich also sehr konkret auf den Alltag in der Region Genf aus. Die Genfer Regierungsrätin für Wirtschaft und Beschäftigung, Delphine Bachmann, postete auf Instagram eine Nachricht, in der sie den französischen Präsidenten Emmanuel Macron zu einer Geste aufforderte: «Es wäre nett, eine Botschaft an Genf zu richten.»