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HIV-PrEP Grosser Mangel an HIV-Prävention in der Schweiz

Es herrscht ein landesweiter Mangel an HIV-PrEP. Konsumentinnen und Konsumenten werden aufgerufen, ihren Verbrauch zu reduzieren oder die Vorräte zu teilen.

Tausende Personen in der Schweiz müssen PrEP einnehmen. Das Medikament dient zur HIV-Prävention. Doch seit mehreren Wochen ist das Medikament Mangelware.

Der Bericht von RTS mit deutschen Untertiteln:

Auf sozialen Medien und in Newslettern werden nun die Konsumentinnen und Konsumenten direkt angesprochen. Es wird daran appelliert, die Krise gemeinsam zu bewältigen. Man solle sich solidarisch zeigen und die eigenen Medikamentenpackungen mit anderen Personen teilen oder den eigenen Konsum reduzieren.

Vorübergehender Schutzverlust

Mit der Einnahme von PrEP aufzuhören, stellt an sich keine Gefahr dar. Jedoch verliert man in dieser Zeit den Schutz gegen HIV.

Aids-Hilfe Schweiz wendet sich auch ans Medizinpersonal, wie das Westschweizer Radio und Fernsehen (RTS) berichtet. Die Organisation bittet Ärztinnen und Ärzte darum, nur noch eine Packung pro Person und Konsultation zu verschreiben.

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Derzeit verfügen nur noch wenige Stellen über Vorräte. Die Aids-Hilfe Schweiz empfiehlt Betroffenen, sich an die gewohnten Bezugsstellen zu wenden. Dort werde ihnen auch situativ Beratung angeboten.

Rückerstattungsprobleme

Es gibt alternative Behandlungen, jedoch nicht zum gleichen Tarif. Seit Juli 2024 wird PrEP bedingt von der obligatorischen Krankenkasse übernommen – und diese Bedingungen sind streng. Die Person muss einem hohen Ansteckungsrisiko ausgesetzt sein und die Rechnung darf nicht mehr als 72 Franken pro Monat kosten – so teuer ist das Generika.

Die Behandlung mit dem Originalmedikament kostet monatlich 544 Franken. Bei diesem herrscht kein Mangel. Aber die Kosten werden nicht von der Krankenkasse übernommen. Wer den hohen Preis nicht bezahlen kann, hat wenig Optionen – zum Beispiel, sich auf die Solidarität zu verlassen oder andere Generika im Ausland zu besorgen.

Nur ein Generika auf dem Markt

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Rote Schleifenbrosche auf blauem Stoff mit bunten Nähten.
Legende: KEYSTONE/SALVATORE DI NOLFI

Das Fehlen von Alternativen erklärt sich durch mehrere Gründe: PrEP ist eine relativ neue Behandlung in der Schweiz. Erst seit 2016 wird die Anwendung empfohlen. Zudem wird die Rückerstattung des Generika derzeit noch evaluiert. Ein Mangel an Alternativen betrifft nicht nur PrEP – es betrifft regelmässig auch andere Medikamente, etwa auch Antibiotika.

Der Hersteller Mepha, der das Generika für die Schweiz produziert, lässt verlauten, man hoffe, den Engpass bis Ende April beseitigt zu haben. Doch die Apotheke des Universitätsspitals Genf rechnet nach eigenen Angaben damit, dass die Lieferengpässe bis im Juni andauern werden.

RTS Forum, 10.03.2026, 18:00; noes

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