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«Made in Switzerland» Die Erfolgsgeschichte eines Haartrockners aus dem Tessin

Das Unternehmen Valera aus Ligornetto produziert Föhns, die von Hotels und Profis auf der ganzen Welt geschätzt werden.

Jeden Tag halten Tausende Menschen ein Stück Tessin in der Hand, wenn sie sich die Haare schönmachen. Die Haartrockner in den Badezimmern von Hotels zwischen New York und Sydney tragen oft die Marke Valera.

Vitrine mit Retro-Verpackungen von Haartrocknern.
Legende: Valera beliefert rund 200'000 Hotelzimmer pro Jahr und produziert Föhns für Privatpersonen, aber auch professionelle Coiffeursalons. RSI

In einer Fabrik in Mendrisio werden jährlich rund 800'000 Haartrockner in über 80 Länder verschickt. Produziert werden sie von der Ligo-Electric SA, die über ihre in den Neunzigerjahren entstandene Marke als Riese der Branche gilt.

Die Anfänge von Valera

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Die Geschichte von Valera beginnt in Mailand im Jahr 1955, als der Italiener Gustavo Soresina in einem Keller die kleine Firma Sorel gründete. Er produzierte Haartrockner und andere kleine Haushaltsgeräte. Von Anfang an unterstützte ihn seine Frau Helga mit der Buchhaltung.

In den Siebzigerjahren, in einer Zeit wirtschaftlicher und sozialer Instabilität in Italien, die von Kriminalität und politischen Spannungen geprägt war, suchten die Soresinas ein neues Zuhause. 1978 beschloss die Familie, in die Schweiz umzuziehen. Im Tessin und insbesondere in Ligornetto fand die mittlerweile vierköpfige Familie ideale Bedingungen.

Das Unternehmen produzierte im Auftrag grosser europäischer Marken wie AEG, Krups und Siemens. Anfang der Neunzigerjahre sah sich das Unternehmen jedoch der wachsenden asiatischen Konkurrenz gegenüber. Die Soresinas entschieden sich, eine eigene Marke zu lancieren. So entstand die Ligo-Electric SA.

Valera hat sich als weltweiter Marktführer bei der Lieferung von Haartrocknern für die Hotelbranche etabliert. Das Unternehmen beliefert bedeutende Hotelketten wie Sheraton, Hilton und Ibis und Kreuzfahrtgesellschaften wie die MSC. Seine Produkte finden sich auch in Fitnessstudios, Schwimmbädern und Wellnessbereichen.

Die Valera von Ligornetto

«Wir haben bei der Namensgebung an die Gegend gedacht, in der wir uns befinden, die Valera von Ligornetto. Dies schien uns in allen Sprachen gut zu klingen», erklärte Claudio Soresina gegenüber dem Radio und Fernsehen der italienischen Schweiz RSI. Der Name erinnert auch an das Konzept von «Wert».

Ein Besuch bei Valera in Ligornetto mit deutschen Untertiteln:

Im Werk in Ligornetto arbeiten rund 80 Personen. Die Produktion jedes Geräts erfordert präzise Handarbeit. Am Montageband sind 15 Mitarbeiterinnen in jeder Phase beschäftigt.

«Die Handfertigkeit der Person mit Aufmerksamkeit und Sensibilität ist von keiner Maschine replizierbar», erklärte Daniele Provvedi, technischer Leiter. Das Unternehmen zeichnet sich durch seine interne Forschung und Entwicklung sowie die direkte Produktion aus. Dies unterscheidet es von vielen Konkurrenten, die nach Asien auslagern.

Jede Komponente wird bei der Anlieferung einer strengen Qualitätskontrolle unterzogen, sagt Ingenieur Maurizio Marcuzzi. Die Dauertests garantieren, dass jedes Gerät Tausenden von Betriebsstunden standhält. Das Stromkabel wird getestet, ebenso wie der Dauerbetrieb. Auch unter Bedingungen maximaler Belastung erreichen die Geräte bis zu 10'000 Betriebsstunden.

Familienunternehmen in der zweiten Generation

Die Familie Soresina, die mit Flavio und Claudio in der zweiten Generation angekommen ist, führt das Geschäft weiter. Gustavo Soresina blieb bis zur Covid-Zeit aktiv. Auch nachdem er die Geschäftsleitung verlassen hatte, blieb er bis zum Ende seines Lebens im Jahr 2023 im Alter von 99 Jahren ständig über sein Unternehmen informiert.

«Wir setzen auf eine dritte Generation, die das Unternehmen führt», sagt Flavio Soresina. Die Kinder der Brüder sind bereits in Praktikumsphasen eingebunden.

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RSI, Rete Uno, 05.07.26, 13:00 Uhr; noes ; 

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