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Hochsommerliche 35 Grad plus Hitzewelle: Diese Branchen profitieren vom Extremwetter

Wenn das Thermometer Richtung 35 Grad klettert, beginnt für viele die Suche nach Abkühlung – und für einige Branchen die Hochsaison. Während die einen unter der Hitze leiden, klingeln anderswo die Kassen. Wir zeigen drei Beispiele.

Wie speziell ist diese Hitzewelle?

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Die Wetterlage aktuell sei wirklich aussergewöhnlich, erklärt SRF-Meteorologe Gaudenz Wacker. Mehrere Tage nacheinander Höchstwerte von etwa 35 Grad seien extrem.

Ob der ganze Sommer so heiss werde, könne man jetzt aber noch nicht sagen. Es sei durchaus möglich, dass Juli und August etwas kühler werden.

1. Es wird Glace geschleckt!

«Ja, es ist natürlich so, dass, sobald die Temperaturen steigen, auch die Lust auf Glace steigt. Die heissen Tage merken wir deutlich an den Verkaufszahlen», erklärt Silvia Gallo-Stern, Kommunikations­verantwortliche bei der Gesellschaft für Arbeit und Wohnen, zu der Gelati Gasparini gehört. Ist die Glace in den nächsten Tagen vielleicht sogar ausverkauft? Wahrscheinlich nicht, so Gallo-Stern: «Wir beobachten die Wetterentwicklung sehr genau, und wenn heissere Tage angekündigt werden, können wir die Produktion erhöhen.»

Reihe von verpackten Eis am Stiel in Gelb und Braun auf einem Tisch.
Legende: Ist es heisser, produziert Gelati Gasparini mehr Eis. Man beobachte die Wetterprognosen jeweils genau. Keystone/Martin Ruetschi

Im Sommer ist vor allem die Glace am Stiel gefragt: Die Migros schrieb 2025, dass 80 Prozent des Umsatzes von April bis September gemacht würden, vor allem in Bezug auf Stängel-Glace. Bei Glace aus Bechern und Tiefkühldesserts für den Heimkonsum sei die Saisonalität weniger ausgeprägt.

2. Ab in die Höhe

Unten ist's heiss, in den Städten ist's heiss. In den Bergen hingegen, dort ist's etwas kühler. «Aus unserer Sicht gehören Bergregionen ganz klar zu den Gewinnern von solchen Hitzeperioden», sagt Luzi Bürkli von Graubünden Ferien. Es könnte schon sein, dass es gerade am Wochenende viele Leute spontan nach oben wollen, «und dementsprechend empfehlen wir, auch einmal kleinere Orte in der Region zu entdecken».

Laut Seilbahnen Schweiz sind es gerade internationale Touristinnen und Touristen, die das Wachstum antreiben – Regionen mit hohem Auslandsanteil wie die Waadtländer und Freiburger Alpen wuchsen im Sommer 2025 um 22 Prozent, gefolgt vom Berner Oberland (+17 %) und dem Wallis (+13 %). Die weiteren Regionen wuchsen alle im einstelligen Bereich: Graubünden, Zentralschweiz, Ostschweiz und Tessin (alle zwischen 5% und 7%).

Berglandschaft mit grasbewachsenen Hängen und felsigen Gipfeln.
Legende: Die Nullgradgrenze steigt auf über 4000 Meter an diesem Wochenende – selbst die höchsten Berge in Graubünden sind nur knapp so hoch. Keystone/Iris Kuerschner

3. Klimaanlagen gehen weg wie warme Weggli

Der Onlinehändler Digitec-Galaxus spürt seit Anfang Woche eine starke Nachfrage nach Kühlgeräten wie Ventilatoren oder Klimaanlagen: «Am 15. Juni lag der Verkauf von Klimaanlagen schon rund 50 Prozent über dem Vortag und seitdem ist der Verkauf pro Tag auch konstant hoch», gibt Mediensprecher Daniel Borchers Auskunft.

Zimmer mit Pflanzen und einem blauen Standventilator.
Legende: Ventilatoren sind sehr gefragt und können – zumindest kurzfristig – für Abkühlung sorgen. Keystone/Anthony Anex

Dass mehr Leute im Sommer nach Klimaanlagen Ausschau hielten als sonst, sei zwar jedes Jahr so. Dieses Jahr komme der Ansturm aber früher.

Gibt es an Schulen hitzefrei?

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Klimaanlagen sind auch ein Thema für Schulen. Gerade Schulzimmer sind oft sehr warm, was für die Lehrpersonen sowie die Schülerinnen und Schüler zum Problem wird. Hitzefrei gibt es in der ganzen Schweiz nicht mehr. Aber man könne trotzdem auf die Hitze reagieren, erklärt Yves Brechbühler von der Bildungsdirektion des Kantons Bern: «Wir empfehlen, Prüfungen nicht zur heissesten Tageszeit durchzuführen, Unterricht nach draussen unter Bäume zu verlegen und mehr auf selbstorganisiertes Lernen zu setzen.»

Die oberste Schweizer Lehrerin, Dagmar Rösler vom Dachverband Lehrerinnen und Lehrer Schweiz, forderte bereits 2025 Klimaanlagen für Schulzimmer. 

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