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Plötzlich reich Tech-Börsengänge lösen Luxusboom aus

Der Boom rund um SpaceX und künstliche Intelligenz macht Tausende reich. Das zeigt sich nicht nur an der Börse, sondern auch auf Flugplätzen und dem Immobilienmarkt.

Künstliche Intelligenz und Privatjets haben auf den ersten Blick wenig miteinander zu tun. Doch in den USA zeigt sich derzeit: Die Börsengänge von SpaceX und anderer Unternehmen haben einen Luxusboom ausgelöst.

Besonders deutlich wird dieser Boom bei Privatjets. Seit dem Börsengang von Elon Musks Raumfahrtunternehmen SpaceX, zu dem auch das KI-Unternehmen xAI gehört, ist die Nachfrage deutlich gestiegen. Allein dadurch sollen rund 4000 neue Millionärinnen und Millionäre entstanden sein.

«Die Nachfrage nach Privatjets und entsprechenden Mitgliedschaften hat im ersten Halbjahr 2026 deutlich angezogen», sagt Börsenkorrespondent Jens Korte. Viele Neueinsteigerinnen und -einsteiger kaufen nicht sofort ein eigenes Flugzeug. Sie erwerben zunächst eine Privatjet-Mitgliedschaft oder beteiligen sich an einem Privatjet.

Mehrere Privatjets parken auf einem Flughafen-Vorfeld.
Legende: Die Nachfrage nach Privatjets und entsprechenden Mitgliedschaften ist im ersten Halbjahr 2026 deutlich gestiegen. (Bild vom 17.10.2024) imago images/Zoonar.com/Markus Mainka

Neu ist das Phänomen nicht: Bereits vor dem Platzen der Dotcomblase um die Jahrtausendwende sei das Geschäft mit Privatjets um rund 24 Prozent gewachsen, erklärt Korte. Besonders wichtig sei dabei der US-Markt. Die Vereinigten Staaten seien weltweit der grösste Markt für Privatflugzeuge.

Dotcomblase kurz erklärt

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Die Dotcomblase (von engl. «.com», auch Internetblase genannt) war eine weltweite Spekulationsblase in den späten 1990er- und frühen 2000er-Jahren. Sie entstand durch einen massiven Hype um das Internet und internetbasierte Geschäftsmodelle (New Economy). Investorinnen und Investoren trieben die Aktienkurse vieler junger Unternehmen in astronomische Höhen, obwohl diese oft noch keine Gewinne oder tragfähigen Geschäftsmodelle vorweisen konnten.

Es zeichnete sich ab, dass die hochbewerteten Firmen die Gewinnerwartungen in absehbarer Zeit nicht erfüllen konnten. Die Zweifel wurden lauter, die Kurse begannen zu sinken, Aktien wurden vermehrt verkauft. Was mit einem Kursabfall anfing, entwickelte sich zu einem Kurssturz. Das führte dazu, dass vor allem Kleinanleger in Industrieländern Vermögensverluste erlitten.

«Hysterie» auf dem Immobilienmarkt in San Francisco

Der neue Reichtum zeigt sich auch auf dem Immobilienmarkt. Besonders stark ist der Effekt in San Francisco: Die Stadt gilt als Tor zum Silicon Valley und ist Sitz zahlreicher Tech- und KI-Unternehmen, darunter OpenAI und Anthropic. Mieten und Hauspreise ziehen stark an. Teilweise sollen Verkäuferinnen und Verkäufer nicht nur Geld, sondern auch Firmenanteile verlangen, sagt der Börsenkorrespondent.

«Auf dem Immobilienmarkt herrscht bereits vor den erwarteten Börsengängen von OpenAI und Anthropic eine regelrechte Hysterie», sagt Korte. Selbst gutverdienende IT-Fachkräfte mit Jahreseinkommen von 180’000 oder 190’000 Dollar könnten sich das Leben in der Stadt teilweise kaum noch leisten. Die durchschnittlichen Mieten hätten inzwischen sogar jene in New York übertroffen.

«Silly things»: Feuerwehrauto für den Dreijährigen

Neben Immobilien und Privatjets stehen laut Korte auch Autos und Luxusuhren hoch im Kurs bei den neuen Millionären. Kleidung spiele dagegen eine geringere Rolle: Im Silicon Valley bleibe man gerne bei Jeans und T-Shirt.

Daneben gibt es kuriose Beispiele. Die Neureichen sagten zum Teil, sie würden jetzt «silly things» kaufen, also alberne Dinge, die man eigentlich nicht braucht. Ein SpaceX-Mitarbeiter soll sich ein eigenes Volleyballteam geleistet haben. Ein anderer seinem dreijährigen Sohn ein echtes Feuerwehrauto.

SRF 4 News, 10.07.2026, 06:21 Uhr ; 

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