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2. SRG-Umfrage auf einen Blick Nein-Trend bei 10-Mio-Schweiz – Nägelkauen beim Zivildienstgesetz

Wäre bereits am 23. Mai abgestimmt worden, wäre die Initiative «Keine 10-Mio-Schweiz» abgelehnt worden. Beim Zivildienstgesetz käme es hingegen zu einer Pattsituation. Dieser Verlauf entspricht bei Initiativen dem normalen Verlauf – bei Behördenvorlagen wiederum eher nicht.

Am 14. Juni 2026 stimmt die Bevölkerung über zwei eidgenössische Vorlagen ab: Zum einen geht es um die Initiative «Keine 10-Millionen-Schweiz! (Nach­haltig­keits­initiative)» der SVP, und zum anderen muss sich das Stimmvolk zum Zivildienstgesetz äussern.

Vom Patt zum Nein-Trend bei der «Keine 10-Mio-Schweiz»

Das Forschungsinstitut GFS Bern stellt bei der zweiten SRG-Umfrage einen deutlichen Rückgang der Ja-Seite zur Initiative «Keine 10-Mio-Schweiz» fest. Damit hat sich die Pattsituation zuungunsten der Initianten verschoben. Derzeit würden 52 Prozent der Stimmberechtigten die Vorlage bestimmt oder eher ablehnen, während 45 Prozent bestimmt oder eher zustimmen. Diametral dazu stehen aber die Erwartungen der Befragten: Bei der ersten SRG-Umfrage rechneten im Mittel noch 49 Prozent mit einer Annahme, Ende Mai sind es 55 Prozent.

Die Konfliktlinien verlaufen weiterhin entlang der politischen Einstellung. Die Zustimmung ist im Umfeld der SVP nach wie vor nahezu geschlossen, während die Initiative im Umfeld der Grünen, SP und GLP klar abgelehnt wird. Bei Wählerinnen und Wählern der Mitte und der FDP nahm die Zustimmung ab. Allerdings betont Politikwissenschaftler Lukas Golder, dass die Erhebung noch vor dem Messerangriff von Winterthur erfolgt ist.

Ausgeglichene Lage beim Zivildienstgesetz – mit Nein-Dynamik

Nägelkauen ist bei Befürwortern und Gegnern des Zivildienstgesetzes angesagt. Wäre am 23. Mai bereits abgestimmt worden, käme es unter Berücksichtigung des Stichprobenfehlers zu einer Pattsituation mit 46 Prozent Nein- und 48 Prozent Ja-Anteilen. Hinsichtlich des Abstimmungsausgangs haben sich die Erwartungen, dass die Vorlage angenommen wird, verfestigt.

Die Pattsituation zeigt sich unter anderem entlang der Parteibindung. Die Grünen und die SP lehnen die Vorlage noch deutlicher ab als bei der ersten Erhebung. Auf der bürgerlichen Seite bleibt die Zustimmung bei FDP und SVP hoch. Der Nein-Trend erweist sich jedoch als breit. Dies zeigt sich in allen untersuchten Konfliktmustern. Die Zustimmung zum Gesetz nimmt somit ab. So legen auch die Kontra-Argumente leicht zu. Am meisten Zustimmung erhält die Kritik, wonach die Abschreckung vom Zivildienst der Gesellschaft schaden würde.

Die Eckwerte der SRG-Umfrage

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Die Umfrage zu den Abstimmungen vom 14. Juni 2026 ist im Auftrag der SRG SSR vom Forschungsinstitut GFS Bern zwischen dem 19. und dem 27. Mai 2026 durchgeführt worden. Insgesamt wurden die Antworten von 19'400 stimmberechtigten Teilnehmenden für die Auswertung berücksichtigt; 15'625 aus der Deutschschweiz, 3307 aus der französischen und 468 aus der italienischen Schweiz.

Der statistische Fehler beträgt ± 2.8 Prozentpunkte. Das heisst: Bei einem Ergebnis von 50 Prozent liegt der effektive Wert mit 95-prozentiger Wahrscheinlichkeit zwischen 47.2 und 52.8 Prozent. Dabei sind kleinere Abweichungen wahrscheinlicher, grössere unwahrscheinlicher.

Telefonische Befragung

Telefonisch befragt wurden 514 stimmberechtigte Personen mit Wohnsitz in der Schweiz. Die Interviews wurden per Festnetz und Handy durchgeführt. Diese Stichprobe ist sprachregional gewichtet und repräsentativ für die Schweizer Stimmberechtigten.

Online-Befragung

Zusätzlich konnten online bereinigte Angaben von 18'387 Personen und via Social Media 499 Personen verwendet werden. Die Teilnehmenden wurden dazu unter anderem über die Webportale der SRG rekrutiert.

Da sich die Teilnehmenden der Umfrage selber rekrutieren (sogenanntes Opt-in-Verfahren), ist die Zusammensetzung der Stichprobe nicht repräsentativ für die Grundgesamtheit. So nehmen zum Beispiel typischerweise mehr Männer als Frauen an politischen Umfragen teil. Diese Daten werden aber mittels Gewichtungen an die realen Verhältnisse der Stimmberechtigten angenähert. Es werden dabei räumliche (Wohnort), soziodemografische (Alter oder Geschlecht) und politische Gewichtungsfaktoren eingesetzt. Durch diese Gewichtung wird die Repräsentativität der Stichprobe optimiert. Ziel ist, auch die Stichprobengrösse in der französisch- und italienischsprachigen Schweiz zu erhöhen.

Weitere Informationen finden Sie auf der Seite von GFS Bern.

Abstimmungsdossier

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Legende: SRF

News und Hintergründe zu den Abstimmungen vom 14. Juni 2026.

SRF 4 News, 3.6.2026, 6 Uhr ; 

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