Der Kanton Schaffhausen stellt die Weichen für den öffentlichen Verkehr neu. Die Stimmbevölkerung entscheidet, wie die ungedeckten ÖV-Kosten in Zukunft aufgeteilt werden. Hintergrund ist, dass die Ticketeinnahmen nicht ausreichen, um das Bus- und Zugnetz zu finanzieren.
Am meisten zu reden gibt dabei der Busverkehr in Schaffhausen und Neuhausen. Dort übernimmt der Kanton heute 18 Prozent oder 2.5 Millionen Franken der Kosten im Jahr. Neu soll der Kantonsanteil bei 22.5 Prozent liegen, maximal aber bei einer Obergrenze von 4.5 Millionen.
Für die Befürworter der Vorlage könne sich der Kanton eine Erhöhung der Beiträge leisten. Ein gut ausgebautes Busnetz im Zentrum käme auch der Bevölkerung in den Landgemeinden zugute. Die Gegnerinnen befürchten jedoch, dass unkontrolliert neue Buslinien entstehen. Zudem sei eine höhere Kantonsbeteiligung unnötig, Schaffhausen und Neuhausen gehe es finanziell gut.
Kantonsregierung und Parlament empfehlen, der Gesetzesänderung zuzustimmen. Die Nein-Parole gefasst haben nur SVP und EDU.