- In der Stadt Luzern kommen am 14. Juni zwei Vorlagen an die Urne.
- Beide sollen für mehr Wohnraum sorgen.
- Aus bürgerlichen Kreisen gibt es Widerstand.
Das Stadtluzerner Stimmvolk entscheidet, ob es ein Vorkaufsrecht auf Liegenschaften einführen will. Damit müsste die Stadt in Zukunft über Verkäufe von grösseren Mehrfamilienhäusern oder Überbauungen informiert werden.
Bei einem Ja des Stimmvolks würde das Vorkaufsrecht per 2027 in Kraft treten.
Die Kantone Genf und Waadt kennen bereits ein Vorkaufsrecht. Laut Abstimmungsbotschaft setzen sie das Instrument «zurückhaltend» ein.
1100 preisgünstige Wohnungen bis 2048
Die zweite Vorlage betrifft ebenfalls die Wohnraumpolitik: Die Stadtregierung will bis zum Jahr 2048 zusätzliche 1100 preisgünstige Wohnungen schaffen.
Geplant sind drei Massnahmen:
- Eine neue Stiftung soll 500 preisgünstige Wohnungen bauen und vermieten.
- Mit dem Kauf von Liegenschaften will die Stadt selber 300 preisgünstige Wohnungen bereitstellen.
- Gemeinnützige Wohnbauträger sollen von der Stadt Darlehen erhalten, um weitere 300 Wohnungen zu erstellen.
SP, Grüne und GLP befürworten die Vorlagen. FDP, SVP und Mitte lehnen sie ab.