Im Streit um die Arbeitsbedingungen beim Winterthurer Buspersonal zeichnet sich eine Lösung ab. Die Arbeitsbedingungen für die Busfahrerinnen und Busfahrer sollen definitiv verbessert werden.
Darauf haben sich eine Delegation der Geschäftsleitung von Stadtbus Winterthur sowie Vertreter des Fahrpersonals und der Gewerkschaft VPOD geeinigt. Ein weiterer Streik ist damit vom Tisch.
Erster Streik Anfang März
Die Gewerkschaft bemängelt die Arbeitsbedingungen bei Stadtbus Winterthur schon seit geraumer Zeit. Dabei verweist sie auf lange Dienstschichten, verkürzte Ruhezeiten, unregelmässige Arbeitszeiten und mögliche Minusstunden. Die rund 260 Fahrdienstangestellten arbeiteten am Limit.
Anfang März haben die Busfahrerinnen und Busfahrer deshalb ihre Arbeit niedergelegt. Im Morgenverkehr war vier Stunden lang nur ein Drittel der total 64 Busse im Einsatz.
Bedient wurden nur die Hauptlinien, viele Verbindungen fielen aus. Und die Gewerkschaft drohte sogar mit einem ganztägigen Streik, sollten die Arbeitsbedingungen für das Personal nicht verbessert werden. Nun aber scheinen die Verhandlungen auf gutem Weg zu sein.
Stadtbus erarbeitet Entwurf mit besseren Arbeitsbedingungen
Vor Ostern habe eine weitere Verhandlungsrunde stattgefunden, heisst es in einer Medienmitteilung von Stadtbus Winterthur und der Gewerkschaft VPOD. Bestandteil der Gespräche seien konkrete Verbesserungen der Arbeitsbedingungen gewesen – etwa bei der Minusstunden-Problematik.
Buspersonal in Winterthur streikt für vier Stunden
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Bild 1 von 4. Anfang März haben die Angestellten von Stadtbus Winterthur für vier Stunden gestreikt. Bildquelle: Keystone/Michael Buholzer.
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Bild 2 von 4. Sie haben sich für bessere Arbeitsbedingungen eingesetzt. Bildquelle: Keystone/Michael Buholzer.
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Bild 3 von 4. Zwischenzeitlich stand sogar ein ganztägiger Streik zur Diskussion, um den Druck zu erhöhen. Bildquelle: Keystone/Michael Buholzer.
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Bild 4 von 4. Nun scheint eine Lösung gefunden zu sein, ein Streik ist somit vom Tisch. Bildquelle: Keystone/Michael Buholzer.
Als nächster Schritt sollen die Optimierungen nun gesammelt werden und in eine neue Vereinbarung fliessen. Stadtbus Winterthur erarbeitet in den nächsten Tagen einen Entwurf. Dieser beinhaltet auch, dass das Fahrpersonal auf weitere Kampfmassnahmen wie einen ganztägigen Streik verzichtet.
Geplant ist die Umsetzung der Massnahmen bis Ende Juli 2026. In den nächsten Tagen sollen weitere Gespräche zwischen der Stadt Winterthur und der Gewerkschaft stattfinden. Dies, um neben der gemeinsamen Vereinbarung auch weitere Details zu klären.
Sowohl das ÖV-Unternehmen Stadtbus Winterthur wie auch die Gewerkschaft VPOD wollen während der laufenden Verhandlungen keine weiteren Auskünfte erteilen.