Der «Flashover» – oder Deutsch: Feuersprung – ist jener Moment, in dem ein beginnender Brand schlagartig zum Vollbrand wird.
Markus Grenacher, Präsident der Feuerwehrinspektorenkonferenz, erklärt, der Feuersprung entstehe aus den Rauchgasen eines zunächst kleinen Brands. Wenn etwa ein Rechaud oder eine Kerze einen Brand auslöse, entstehen Rauchgase. Können diese nicht entweichen, sammeln sie sich an. Und wenn zusätzlich genügend Sauerstoff vorhanden ist und die Temperatur dann ansteigt, kommt es zum Feuersprung.
Es brennt einfach alles.
«Befindet man sich dann im Raum, wird es tödlich», sagt Grenacher. Die ganze Rauchschicht brenne auf einen Schlag. Und sie könne sich bis tief nach unten bewegen, je nachdem, was verbrannt sei und wie gross der Raum sei. «Sie wird zu einem Feuerball. Es brennt einfach alles. Die Luft und die Rauchgase brennen.» Dann werde es selbst für ausgerüstete Feuerwehrleute gefährlich.
Doch das Phänomen sei keine Seltenheit, so Grenacher. Es gehöre eher zum Feuerwehralltag.
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Bild 1 von 19. Die Betroffenheit aus der Bevölkerung ist auch einen Tag nach der Katastrophe... Bildquelle: SRF.
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Bild 2 von 19. ... in der Gemeinde noch spürbar. Bildquelle: SRF.
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Bild 3 von 19. Die Bar «Le Constellation» – der Ort des Unglücks am Tag danach. Bildquelle: SRF.
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Bild 4 von 19. Das Medieninteresse auch aus dem Ausland ist nach wie vor gross. Bildquelle: SRF.
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Bild 5 von 19. Die Schweizer Flaggen am Bundeshaus wehen für fünf Tage auf Halbmast. Die Waadtländer Kantonsregierung folgte dem Beispiel. Bildquelle: KEYSTONE/Anthony Anex.
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Bild 6 von 19. Vor dem abgesperrten Gebiet um den Unglücksort versammelten sich am Donnerstagabend hunderte Trauernde. Bildquelle: KEYSTONE/Alessandro della Valle.
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Bild 7 von 19. Die Menschen in Crans-Montana sind tief betroffen. Bildquelle: REUTERS/Stephanie Lecocq.
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Bild 8 von 19. Unter den Opfern befinden sich viele junge – teils minderjährige – Menschen. Bildquelle: Alessandro della Valle/Keystone via AP.
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Bild 9 von 19. Am Donnerstagabend fand eine Gedenkmesse in der katholischen Kirche in Crans-Montana statt. Bildquelle: EPA/ALESSANDRO DELLA VALLE.
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Bild 10 von 19. Am Donnerstagnachmittag machte sich Bundespräsident Guy Parmelin vor Ort ein Bild der Lage. Bildquelle: SRF/Anna-Lisa Achtermann.
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Bild 11 von 19. Bestattungsfahrzeuge vor dem Unglücksort: Die Walliser Behörden gehen von rund 40 Todesopfern aus. Bildquelle: KEYSTONE/Jean-Christophe Bott.
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Bild 12 von 19. Eine Vielzahl von Kriminaltechnikerinnen und -technikern war vor Ort, um die Ursache des Feuers zu ermitteln. Bildquelle: REUTERS/Denis Balibouse.
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Bild 13 von 19. Die Menschen in Crans-Montana stehen nach der Katastrophennacht unter Schock. Bildquelle: SRF/Anna-Lisa Achtermann.
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Bild 14 von 19. Die Rega setzte für die Versorgung und Verlegung von Brandopfern auch Ambulanzflugzeuge ein. Bildquelle: REUTERS/Pierre Albouy.
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Bild 15 von 19. Die Behörden sprachen an der ersten Medienkonferenz am Donnerstagvormittag noch von «Dutzenden Verstorbenen». Bildquelle: Keystone/Alessandro della Valle.
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Bild 16 von 19. Chaotisch zurückgelassene Stühle, angelaufene Scheiben, ein Turnschuh: Blick in das Innere der ausgebrannten Bar «Le Constellation». Bildquelle: Keystone/Kantonspolizei Wallis.
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Bild 17 von 19. Im Rettungseinsatz standen 13 Helikopter, 42 Ambulanzen und 150 Sanitäterinnen und Sanitäter. Bildquelle: X/Osint World.
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Bild 18 von 19. Was als Neujahrsfest über die Bühne gehen sollte, endete für viele in einem Drama. Bildquelle: Keystone/Kantonspolizei Wallis.
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Bild 19 von 19. Die Bar «Le Constellation» steht in Flammen. Die Einsatzkräfte wurden um 01:30 Uhr alarmiert. Bildquelle: Screenshot/Social Media/X@Tyroneking36852.
Kommt dazu: In der Bar in Crans-Montana feierten junge Menschen auf zwei Etagen. Breche ein Feuer in einem Untergeschoss aus, steige das Risiko. «Weil ich mich so praktisch durch die Rauchschicht ins Freie, nach oben, bewegen muss – und die Rauchschicht ist oben im Raum.»
Für Laien kaum erkennbar
Zum konkreten Fall und zur Brandentwicklung in Crans-Montana will sich Grenacher nicht äussern. Er sagt aber, Laien könnten einen bevorstehenden Feuersprung kaum erkennen.
Als Laie gibt es nur eine Devise, sobald es brennt, raus aus dem Raum, Türe zu. Anrufen und warten auf die Feuerwehr.
Sie hätten jedoch ein kleines Zeitfenster, bevor es zum Feuersprung komme. «Als Laie gibt es nur eine Devise, sobald es brennt, raus aus dem Raum, Türe zu, anrufen und warten auf die Feuerwehr. Sie haben nur diese Chance. Sofort raus und nicht noch zuschauen oder etwas probieren.»
Dies sei vielleicht im Moment die wichtigste Lehre aus dem Drama von Crans-Montana, sagt der oberste Schweizer Feuerwehrinspektor.