Die Brände: In Langendorf und Bellach hat es von Mitte Oktober bis Mitte Januar achtmal gebrannt. Betroffen waren Gebäude und Autos. Am Tag nach dem vorläufig letzten Brand in Bellach hat die Kantonspolizei Solothurn mitgeteilt, dass sie Brandstiftung vermutet und einen Verdächtigen festgenommen hat.
Der Verdächtige: Es handelt sich beim Verhafteten um einen 24-jährigen Schweizer. Er werde verdächtigt, den Brand in Bellach gelegt zu haben: «Ob die tatverdächtige Person in Zusammenhang mit weiteren Brandfällen steht, ist Gegenstand laufender Ermittlungen», hielt die Kantonspolizei fest. Auf Anfrage bestätigt die Solothurner Staatsanwaltschaft, dass der Verdächtige immer noch in Untersuchungshaft ist. Für den Mann gilt die Unschuldsvermutung.
Die Überraschung: Ein internes Infoblatt an die Angehörigen der Feuerwehr der Stadt Solothurn, das SRF vorliegt, zeigt nun: Der Verdächtige ist Feuerwehrmann. «Mit grosser Betroffenheit muss ich euch leider mitteilen, dass es sich bei der festgenommenen Person um ein Mitglied unserer Feuerwehr handelt», schreibt Feuerwehrkommandant Boris Anderegg im Infoblatt. Dieser Umstand treffe ihn «persönlich sehr», heisst es weiter.
Brände in Langendorf und Bellach
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Bild 1 von 5. Am 15. Januar brannte in Bellach ein Holzschopf. Nach dem Brand wurde ein 24-jähriger Feuerwehrmann festgenommen. Bildquelle: Kantonspolizei Solothurn.
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Bild 2 von 5. Am 29. Dezember brannte es zum zweiten Mal auf dem sogenannten Delta-Areal in Langendorf. Bildquelle: Kantonspolizei Solothurn.
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Bild 3 von 5. Am 14. Dezember brannten drei Autos an drei verschiedenen Strassen in Langendorf. Ersten Ermittlungen zufolge ging die Polizei bei allen von Brandstiftung aus. Bildquelle: Kantonspolizei Solothurn.
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Bild 4 von 5. Trotz des raschen Löscheinsatzes der Feuerwehren Langendorf und Solothurn erlitten alle drei Fahrzeuge einen Totalschaden. Bildquelle: Kantonspolizei Solothurn.
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Bild 5 von 5. Am 5. Dezember brannte bei einem Mehrfamilienhaus in Langendorf ein «Toi-Toi-Häuschen». Bildquelle: Kantonspolizei Solothurn.
Die Vorgeschichte: Ende Januar wurde der Brandstifter aus dem Solothurner Wasseramt vom Obergericht schuldig gesprochen und zu einer Freiheitsstrafe von elf Jahren und sieben Monaten verurteilt. Der 36-Jährige hatte laut Urteil im Jahr 2022 zwölf Brände gelegt. Auch er war ein ehemaliger Feuerwehrmann.