Die Badehosen sind sortiert, die Zeitung ist umgeleitet, die Koffer sind schon fast gepackt. Die Ferienzeit steht bevor. Die Menschen in der Schweiz haben Lust zu verreisen und sind auch weiterhin bereit, ziemlich viel Geld für ihre Ferien auszugeben. Das zeigt eine Umfrage des Finanzdienstleisters «Swiss Bankers». Gleichzeitig passen viele ihre Reisepläne an und gestalten sie flexibler – auch wegen der aktuellen geopolitischen Lage. Die spannendsten Trends im Überblick:
1. Die Reisebudgets verschieben sich ins Mittelfeld
Die Reiselust der Schweizerinnen und Schweizer ist trotz der unsicheren Weltlage ungebrochen, ein Drittel der rund 1000 Befragten unternahm in den vergangenen zwölf Monaten drei oder mehr Reisen. Und auch für 2026 planen viele Menschen grössere Reisen in ihrer Haushaltskasse ein.
Am häufigsten liegt das kalkulierte Ferienbudget für das Jahr 2026 zwischen 2000 und 4000 Franken. Im Vergleich zu früheren Jahren wollen indes weniger Menschen mehr als 6000 Franken für ihre Ferien ausgeben. Das deutet auf eine Entwicklung hin: Luxusreisen werden seltener, während sich die Mehrheit stärker im mittleren Preissegment bewegt und etwas bewusster kalkuliert.
2. Reisepläne werden flexibler
Immer mehr Menschen planen ihre Ferien spontan und nicht mehr lange im Voraus. Diese Entwicklung hat vermutlich mit den Erfahrungen der letzten Jahre zu tun. Gemäss den Ergebnissen der Umfrage konnte im letzten Jahr nur knapp die Hälfte der Befragten ihre Reisen wie ursprünglich vorgesehen antreten.
Viele buchen daher jetzt spontaner und sind auch bereit, ihre Destinationen anzupassen oder Pläne zu verschieben. Umbuchungen und Stornierungen gehören mittlerweile zum neuen Reisealltag.
3. Krisenregionen werden gemieden – und auch die USA
Nicht überraschend vermeiden die meisten Menschen Reisen in Regionen, in denen politische oder sogar kriegerische Konflikte herrschen. Besonders häufig genannt werden dabei der Nahe Osten sowie Russland und die Ukraine. Auffällig ist, dass auch die USA von einem Viertel der Befragten derzeit nicht als potenzielles Reiseziel in Betracht gezogen werden.
4. Die Reiseziele rücken näher
Bei der Wahl der Destinationen zeigt sich ein klarer Trend zu näher gelegenen Reisezielen. Besonders südeuropäische Länder wie Italien, Spanien oder Griechenland haben an Attraktivität gewonnen. Auch Reisen innerhalb der Schweiz werden häufiger gebucht.
Gründe hierfür dürften sein, dass die kürzeren Distanzen und die bessere Planbarkeit ein höheres Sicherheitsgefühl bedeuten, was zunehmend wichtiger wird als Abenteuerreisen in ferne Länder.
5. Der Preis entscheidet dann doch
Sicherheit bleibt zwar das wichtigste Kriterium in der Wahrnehmung vieler Reisender, doch bei der konkreten Buchung gewinnen die Kosten der Reise dann doch noch an Bedeutung. Für mehr als die Hälfte der Befragten war der Preis ausschlaggebend für die letzte Reiseentscheidung.