Schneider-Ammann zur Uni-Finanzierung: «Richtige Schlüsse ziehen»

Bundespräsident Johann Schneider-Ammann hat sich an der Universität Zürich für die Zusammenarbeit zwischen Hochschulen und Unternehmen stark gemacht. Eine solche Kooperation sei und bleibe Voraussetzung für Spitzenleistungen der Wissenschaft.

Johann-Schneider Ammann am Dies academicus in Zürich Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Forschung brauche auch private Geldgeber, sagte Johann-Schneider Ammann am Dies academicus in der Uni Zürich. Keystone

Am Dies academicus der Universität Zürich betonte Bundespräsident Schneider-Ammann, wie wichtig die Kooperation zwischen Hochschulen und Unternehmen sei: «Die Zusammenarbeit zwischen Hochschulen und Unternehmen oder anderen privaten Geldgebern ist und bleibt eine unabdingbare Voraussetzung für Spitzenleistungen unserer Wissenschaft.» Auch die Universität Zürich arbeite erfolgreich mit der Privatwirtschaft zusammen.

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Ehrendoktortitel verliehen

Die Universität Zürich begeht den Dies academicus jedes Jahr zur Erinnerung an ihre Gründung mit zahlreichen Gästen aus Wissenschaft, Politik, Wirtschaft und Kultur. Traditionell verleiht sie an diesem Tag auch Ehrendoktortitel. Dieses Jahr waren es deren acht – sechs Titel erhielten Männer, zwei Frauen.

Schneider-Ammann nahm damit Bezug auf die kürzlich in verschiedenen Medien aufgeworfene Frage der Freiheit von Lehre und Forschung angesichts finanzieller Unterstützung durch Unternehmen. «Diese Freiheit zu wahren, ist Aufgabe der jeweiligen Hochschulen und der kantonalen Behörden beziehungsweise des ETH-Rats.» Die Freiheit von Lehre und Forschung müsse ohne Abstriche immer gewahrt werden. Anstoss zur Diskussion gaben Recherchen von SRF Data.

«Sichern wir diese wertvolle Zusammenarbeit mit der Privatwirtschaft, indem wir aus der aktuellen Debatte die richtigen Schlüsse ziehen», sagte der Vorsteher des Eidgenössischen Departements für Wirtschaft, Bildung und Forschung (WBF).

Unternehmerischer Geist gefragt

Auch der Rektor der Universität Zürich, Michael Hengartner, nahm in seiner Rede Stellung zur aktuellen Debatte. «Glaubwürdigkeit ist für uns als Universität essenziell», sagte er. Er sei stolz auf die starke Zusammenarbeit mit der Wirtschaft. «Wir müssen aber die Freiheit von Lehre und Forschung garantieren und transparent sein.»

Sendungsbeitrag zu diesem Artikel

  • Theke: Michael Hengartner

    Aus Rundschau vom 20.4.2016

    Präsident Schweizer Rektorenkonferenz und Rektor der Universität Zürich