Mit den Rekordtemperaturen der Hitzewelle Ende Juni haben sich in der Schweiz auch die Gewässer stark erwärmt. Die Oberflächentemperatur des Zürichsees etwa betrug an der kantonalen Messstelle in Oberrieden zum Höhepunkt der Hitzewelle am 26. Juni rund 28 Grad, die Temperatur der Rhone beim Abfluss aus dem Genfersee 27.7 Grad.
Zwar sind die Seetemperaturen seither wieder leicht zurückgegangen. Das Level ist aber bei vielen Schweizer Seen weiterhin so hoch wie noch selten in den vergangenen 45 Jahren. Das zeigen Daten der Eawag, des Wasserforschungsinstituts des ETH-Bereichs. Bei einigen Seen waren es am Ende der Hitzewelle Rekordtemperaturwerte für den Zeitpunkt des Jahres.
Das Institut entwickelte ein komplexes Modell, das unter anderem unter Berücksichtigung von Zuflüssen und Wetterdaten die aktuelle Temperatur von 100 Seen im europäischen Alpenraum berechnet. So stehen auch die Daten der Schweizer Seen täglich aktualisiert in der Übersicht zur Verfügung. Die Abweichung von Messwerten beträgt bei den vom Modell berechneten Werten in den unten gezeigten Seen 0.7 bis 1.35 Grad.
Durch das Modell wird ein Vergleich der Seetemperaturen über einen langen Zeitraum möglich. Diese Daten für die zwölf grössten Schweizer Seen werden täglich aktualisiert und in den unten stehenden Grafiken dargestellt.