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Schweizer Gewässer und Hitze So warm sind die Schweizer Seen aktuell

Nach der Hitzewelle mit Rekordtemperaturen im Juni sind die Seetemperaturen sehr hoch. Die Übersicht.

Mit den Rekordtemperaturen der Hitzewelle Ende Juni haben sich in der Schweiz auch die Gewässer stark erwärmt. Die Oberflächentemperatur des Zürichsees etwa betrug an der kantonalen Messstelle in Oberrieden zum Höhepunkt der Hitzewelle am 26. Juni rund 28 Grad, die Temperatur der Rhone beim Abfluss aus dem Genfersee 27.7 Grad.

Zwar sind die Seetemperaturen seither wieder leicht zurückgegangen. Das Level ist aber bei vielen Schweizer Seen weiterhin so hoch wie noch selten in den vergangenen 45 Jahren. Das zeigen Daten der Eawag, des Wasserforschungsinstituts des ETH-Bereichs. Bei einigen Seen waren es am Ende der Hitzewelle Rekordtemperaturwerte für den Zeitpunkt des Jahres.

Person auf einer Bank blickt auf einen Brunnen im See.
Legende: Eine Frau mit Sonnenhut geniesst die warmen Temperaturen, am Mittwoch, 27. Mai 2026, am Bodensee in Rorschach SG. Keystone / GIAN EHRENZELLER

Das Institut entwickelte ein komplexes Modell, das unter anderem unter Berücksichtigung von Zuflüssen und Wetterdaten die aktuelle Temperatur von 100 Seen im europäischen Alpenraum berechnet. So stehen auch die Daten der Schweizer Seen täglich aktualisiert in der Übersicht zur Verfügung. Die Abweichung von Messwerten beträgt bei den vom Modell berechneten Werten in den unten gezeigten Seen 0.7 bis 1.35 Grad.

Durch das Modell wird ein Vergleich der Seetemperaturen über einen langen Zeitraum möglich. Diese Daten für die zwölf grössten Schweizer Seen werden täglich aktualisiert und in den unten stehenden Grafiken dargestellt.

Zürichsee und Ostschweizer Seen

So sind die Grafiken zu lesen

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Die rote Linie zeigt die täglich berechnete Seetemperatur. Die dicke graue Linie ist der Mittelwert der Jahre 1981 bis 2025, die dünnen grauen Linien zeigen die Minimal- und Maximalwerte an, der Bereich dazwischen ist grau hinterlegt. In diesem Bereich liegen alle Daten. Liegt die rote Linie oberhalb des grauen Bereichs, ist der Wert für 2026 der höchste zu jenem Zeitpunkt des Jahres seit 1981.

Stress für das Ökosystem der Gewässer

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Fische schwimmen über einem kiesigen Flussbett.
Legende: Äschen im Rhein. Keystone/MICHAEL BUHOLZER

Die hohen Wassertemperaturen sind für das Ökosystem der Gewässer ein grosser Stress. Für Fische und Wassertiere sind die aktuellen Temperaturen kritisch: «Vielen Fischen, aber auch Wassertieren wie Krebsen oder Insekten, geht es sehr schlecht», sagte Alexander Roschi vom Schweizerischen Fischereiverband diese Woche gegenüber SRF. «Noch nie stand es so früh im Jahr so kritisch um viele Gewässer und ihre Bewohner.»

Denn Fische benötigen Sauerstoff, und je wärmer das Wasser ist, desto weniger Sauerstoff ist im Wasser enthalten. «Besonders kältebedürftige Fische wie Äschen und Forellen leiden darunter. Bereits Wassertemperaturen ab rund 20 Grad bedeuten Stress. Oberhalb von 23 Grad wird die Lage kritisch. Halten 25 Grad oder mehr länger an, drohen Fischsterben.»

Zwar sei die Lage vorwiegend in kleinen und mittleren Bächen kritisch – in Seen finden die Fische etwas tiefer kühleres Wasser. «In Seen ist die Situation aktuell noch weniger problematisch. Es gibt aber auch dort warme Flachwasserzonen, wo Fische verenden können.»

Weiter breiten sich bei hohen Temperaturen Entenflöhe und Blaualgen (Cyanobakterien) aus. Entenflöhe können bei Menschen, die schwimmen oder baden, starken Juckreiz auslösen. Blaualgen produzieren Toxine, die Erbrechen oder Durchfall auslösen können und vor allem für Hunde und Kleinkinder beim Schlucken von Seewasser lebensgefährlich sein können.

Zentralschweizer Seen

Es bleibt bis auf Weiteres sommerlich warm

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Gemäss SRF Meteo bleibt es bis mindestens in die zweite Hälfte der nächsten Woche sommerlich warm bis heiss. Auch weitere Hitzetage sind wahrscheinlich: Die Höchsttemperaturen liegen auf absehbare Zeit im Bereich von 26 bis 32 Grad. Im Unterschied zur Hitzewelle von Ende Juni sind aber vor allem die Nächte kühler. Regen ist wenig in Sicht. «Die Temperaturen der Seen dürften also auf ähnlich hohem Niveau wie aktuell bleiben», sagt SRF-Meteorologin Sina Lenggenhager.

Berner Seen

Westschweizer Seen

Tessiner Seen

Regionaljournal Bern Freiburg Wallis, 26.6.2026, 6:32 Uhr ; 

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