- Die zwei am 21. Januar aktivierten Swiss Contact Teams (SCT) haben alle Patientinnen und Patienten mit Schweizer Staatsbürgerschaft oder Wohnsitz in der Schweiz besucht.
- Die Besuche wurden in Spezialkliniken in Belgien, Deutschland, Frankreich und Italien durchgeführt.
- Die Besuche hätten gezeigt, dass die bestmögliche medizinische Versorgung weiterhin sichergestellt und die internationale Solidarität sehr gross sei.
Die Absprachen mit dem medizinischen Fachpersonal und Angehörigen vor Ort seien eine wichtige Grundlage für die Vorbereitung und Koordination der Weiterbehandlung, wie das Bundesamt für Bevölkerungsschutz Babs mitteilt.
Gegenwärtig werden laut Babs 19 Patientinnen und Patienten mit Schweizer Staatsangehörigkeit und sechs Patientinnen und Patienten ausländischer Nationalität, aber mit Wohnsitz in der Schweiz, in spezialisierten Kliniken in Belgien, Deutschland, Frankreich und Italien behandelt (Stand 1.2.2026).
Die beiden Teams besuchten zuerst die Patientinnen und Patienten in Belgien und Deutschland, danach in Frankreich und Italien. Nach der Brandkatastrophe von Crans-Montana konnte die Schweiz über den Prozess für ausserordentliche Ereignisse, des Union Civil Protection Mechanism (UCPM) der EU Patientinnen und Patienten in Verbrennungskliniken ins Ausland verlegen.
Die SCT beurteilten den Austausch mit den Behandlungsteams vor Ort als exzellent. Die Anstrengungen, die unternommen werden, um den Patientinnen und Patienten die bestmögliche medizinische Behandlung zukommen zu lassen, seien ausserordentlich und der Wille zur engen Kooperation mit der Schweiz sehr gross.
Die Behandlungsteams äusserten sich sehr positiv zu den Erstversorgungsmassnahmen und dem Austausch mit den Schweizer Verbrennungszentren (CHUV Lausanne, Universitätsspital Zürich, Kinderspital Zürich), aus denen viele der Patientinnen und Patienten verlegt worden waren. In vielen Fällen fand auch ein Austausch der Teams mit Angehörigen vor Ort statt. Auch hier wurden Bedürfnisse aufgenommen und teilweise bereits Hilfe vermittelt.
Mehrere Verletzte weiterhin in kritischem Zustand
Unter den Patientinnen und Patienten im Ausland gebe es weiterhin Personen, die in einem kritischen Zustand seien, schreibt das Babs. In anderen Fällen würden Verlegungen in die Schweiz aus den Verbrennungskliniken im Ausland bereits in den nächsten Tagen möglich sein.
Die Verbrennungszentren im Ausland seien bereit, die Patientinnen und Patienten so lange wie notwendig weiter zu behandeln. Dies ermögliche es, den Rücktransport in die Schweiz auf einen Zeitpunkt zu planen, der behandlungstechnisch gut gewählt sei, eine bestmögliche Anschlussbehandlung garantiere und den Bedürfnissen der Patientinnen und Patienten und ihren Angehörigen möglichst gut entspreche.
Die Resultate der Abklärungen würden für die weitere nationale Koordination genutzt, welche durch die Verbrennungszentren in der Schweiz, durch die Kantone respektive die Gesundheitsdirektorenkonferenz GDK, durch die Suva, die auf Rehabilitation spezialisierten Suva-Kliniken in Bellikon und Sion, und durch das Bundesamt für Gesundheit BAG und das Babs im Rahmen des Nationalen Verbunds Katastrophenmedizin KATAMED erfolgen wird.