- Einen Monat nach der Brandkatastrophe von Crans-Montana VS fordert der Walliser Regierungspräsident Mathias Reynard eine lückenlose Aufklärung durch die Justiz.
- Zudem sollen die Opfer und ihre Familien umfassend unterstützt werden.
«Nun muss die Justiz mit Strenge und Unabhängigkeit vollständige Klarheit schaffen», sagte der SP-Staatsrat im Gespräch mit der Nachrichtenagentur Keystone-SDA. «Und die Regierung muss ihrerseits alles daransetzen, sämtliche Opfer und betroffenen Familien zu unterstützen zunächst mit Soforthilfen und später über die Stiftung, die wir gründen», fuhr Reynard fort. Es sei entscheidend, die Verletzten und alle betroffenen Familien langfristig zu begleiten.
In seiner Funktion als Präsident der Walliser Regierung stand Reynard seit dem ersten Tag der Katastrophe an vorderster Front. «Schon sehr früh wurde mir das Ausmass des Dramas bewusst. Für mich zählte damals vor allem eines: An der Seite der Rettungskräfte zu sein, aber auch bei den Opfern und ihren Familien», sagt Reynard einen Monat später im Rückblick.
«Man mag Präsident der Regierung sein, doch man bleibt vor allem Mensch. Dieses Drama, das unerträgliche Warten der Familien, die Verletzten, die Verstorbenen, diese ausgelöschte Jugend – auf solche Momente kann man sich nicht vorbereiten», fügte er hinzu. Zur bewegenden Rede, die er am 9. Januar in Martigny anlässlich der nationalen Gedenkfeier für die Opfer hielt, sagte Reynard: «Ich habe versucht, diesen Text so zu schreiben, wie wir diese Gedenkfeier organisiert haben: mit Demut und Würde.»