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Wahlen Kanton Obwalden Bleibt die Mitte die stärkste Kraft im Obwaldner Parlament?

Am 8. März wählt Obwalden ein neues Kantonsparlament – die Ausgangslage und die wichtigsten Fragen.

Die Ausgangslage: Mit 19 der 55 Sitze ist die Mitte die stärkste Kraft im Obwaldner Kantonsrat. Auf sie folgen die SVP, die FDP, die SP, die CSP und schliesslich die GLP.

Bei den letzten Wahlen 2022 verloren die SVP, die SP und die CSP Sitze. Die Mitte und die FDP konnten zulegen und die GLP zog zum ersten Mal überhaupt ins Kantonsparlament ein.

Bleibt die Mitte die stärkste Kraft? Aktuell positioniert sich die Mitte mit deutlichem Abstand vor den anderen Parteien. Als stärkste Fraktion im Parlament seien sie die Partei, die für tragfähige Lösungen stehe und Mehrheiten schaffen würden, sagt Peter Krummenacher, Co-Präsident der Mitte Obwalden. Wichtige Themen für die Mitte Obwalden seien die Kantonsfinanzen und die Sicherheit: «Wir setzen uns ein für genügend Personal bei der Polizei, der Staatsanwaltschaft und den Gerichten.»

Kann die SVP überholen? Die SVP hat das Ziel, langfristig die stärkste Kraft im Kanton zu werden. Aktuell liegt sie mit sechs Sitzen Abstand deutlich hinter der Mitte. Auch den SVP-Politikerinnen und -Politikern im Kantonsrat sei die Sicherheit ein wichtiges Anliegen, sagt Kantonalparteipräsident Marcel Schelbert. «Ausserdem braucht es unsere Partei im Rat, um zu verhindern, dass immer mehr Aufgaben an den Staat übertragen werden.»

Wie kann sich die FDP positionieren? Die FDP ist der SVP in Bezug auf die Sitzzahl im Kantonsrat dicht auf den Fersen. Allerdings hatte sie bei den letzten Wahlen mehr Proporzglück als die SVP. Aktuell ist die FDP die drittstärkste Kraft im Parlament, mit klarem Abstand auf die Nachfolgenden. Ein wichtiges Thema für seine Partei seien die angeschlagenen Kantonsfinanzen, sagt Fraktionspräsident Roland Kurz. «Wir wollen Vorschläge liefern, um den Aufwand auf Behördenseite zu reduzieren.»

Kleine Stadtstrasse mit Kirche und Hotel.
Legende: Aufnahme aus dem Obwaldner Hauptort Sarnen – für die Wahlen am 8. März gibt es im ganzen Kanton rund 27’000 Wahlberechtigte. Keystone / URS FLUEELER

Kann die SP ihre Verluste aufholen? Die SP ist aktuell mit sechs Personen im Parlament vertreten. Ihr Ziel sei es, diese sechs Sitze zu halten, sagt Fraktionspräsident Peter Lötscher. Die Partei tritt nur in vier der sieben Obwaldner Gemeinden an und kritisiert das Wahlsystem des Kantons, mit dem sich Kandidaturen in den kleinen Gemeinden für sie nicht lohnen würden. Im Kantonsrat sieht Peter Lötscher die Aufgabe der SP darin, Themen anzusprechen, die die anderen Parteien vergessen würden. «Nur unsere Fraktion setzt sich konsequent für die Kantonsangestellten und die Lehrpersonen ein.»

Erreicht die CSP wieder Fraktionsstärke? Bei den Wahlen 2022 schrumpfte die CSP von acht auf vier Sitze im Kantonsrat und verlor damit die Fraktionsstärke. Dadurch konnten die Parteimitglieder nicht in den parlamentarischen Kommissionen dabei sein und kamen auf diesem Weg nicht an Informationen über politische Geschäfte. Dies müsse sich in der nächsten Legislatur ändern, sagt die Co-Präsidentin der CSP Obwalden, Regula Gehrig. «Unsere Partei will sich unter anderem weiter einsetzen für soziale Themen, beispielsweise genügend bezahlbaren Wohnraum.»

Kann die GLP an ihren Erfolg von 2022 anknüpfen? Die GLP ist seit vier Jahren im Kantonsparlament vertreten und wolle ihre beiden Sitze bei den kommenden Wahlen auf jeden Fall halten, sagt Tim Vogler vom Parteivorstand. «Wir wollen uns weiter stark machen für unsere Themen: den Ausbau von erneuerbaren Energien, Chancengleichheit oder den sorgfältigen Umgang mit Landreserven im Kanton Obwalden.» In den letzten vier Jahren hatten sich die GLP-Kantonsräte der Mitte-Fraktion angeschlossen.

Abstimmungsdossier

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Regionaljournal Zentralschweiz, 11.2.2026, 17:30 Uhr; wilh

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