Da der Thuner Stadtpräsident Raphael Lanz (SVP) im März in die Berner Kantonsregierung gewählt wurde, fand am 14. Juni 2026 die Ersatzwahl für das Stadtpräsidium statt. Allerdings hat keine der drei Kandidatinnen das absolute Mehr erreicht.
Nach dem Rückzug von Katharina Ali-Oesch (SP) kommt es am 5. Juli 2026 zum Duell zwischen Eveline Salzmann (SVP) und Andrea de Meuron (Grüne). Die SP hat für den zweiten Wahlgang die Unterstützung von de Meuron beschlossen.
Kandidatinnen Stadtpräsidium Thun
-
Bild 1 von 2. Für Kandidatin Eveline Salzmann (SVP) ist das Geschlecht nicht entscheidend: «Für mich ist wichtig, dass die Menschen mich nicht nach dem Geschlecht, sondern nach der Qualität wählen. Wenn ich die erste Stadtpräsidentin von Thun würde, wäre das für mich ein Vertrauen in meine Arbeit.». Bildquelle: Nicole Friedli/SRF.
-
Bild 2 von 2. Kandidatin Andrea de Meuron (Grüne) freut sich, dass es in Thun bald eine Stadtpräsidentin gibt: «Ich finde es wichtig, dass Frauen ihre Qualifikationen, Erfahrungen und Perspektiven in die Politik einbringen. Entscheidend ist für mich aber, dass sich die Vielfalt der Bevölkerung in der politischen Führung widerspiegelt.». Bildquelle: Nicole Friedli/SRF.
Im ersten Wahlgang erzielte Eveline Salzmann mit 7446 Stimmen das beste Resultat. Sie gehört seit 2022 dem Thuner Gemeinderat (Stadtregierung) an und leitet die Direktion Sicherheit und Soziales. Andrea de Meuron erhielt 4507 Stimmen. Sie steht seit 2018 der Direktion Finanzen, Ressourcen, Umwelt vor und wurde im März dieses Jahres zudem in den Nationalrat gewählt.
Unabhängig vom Wahlausgang schreibt Thun Geschichte: Erstmals wird eine Frau das Stadtpräsidium übernehmen. Aber bereits im Herbst muss sich diese bei den Gesamterneuerungswahlen erneut zur Wahl stellen.