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Wintersaison 2025/2026 Bergbahnen haben im Winter weniger Gäste transportiert

  • Die Schweizer Bergbahnen verzeichnen diesen Winter einen Gästerückgang von zwei Prozent gegenüber dem Vorjahr. 
  • Der Saisonstart war schwach, erst die Schneefälle im März brachten eine Erholung.
  • Je nach Region und Höhenlage zeigen sich jedoch grosse Unterschiede.

In der Wintersaison 2025/2026 nutzten weniger Gäste die Schweizer Bergbahnen als im Winter zuvor. Insgesamt betrug der Rückgang zwei Prozent, wie der Branchenverband Seilbahnen Schweiz (SBS) mitteilte. Er wertete die Gästezahlen von 140 Seilbahnunternehmen aus, die laut dem Verband für 90 Prozent des Umsatzes verantwortlich sind.

Schwacher Start in die Wintersaison

Die Saison begann wegen der wenigen Schneefälle äusserst schwach. Bis Mitte Dezember brachen die Gästezahlen im Vorjahresvergleich um 37 Prozent ein. Auch über die Feiertage bis Mitte Januar blieb die Nachfrage unter dem Vorjahr; die Bahnen verzeichneten 14 Prozent weniger Eintritte. 

Erst gegen Ende der Saison drehte die Entwicklung: Nach starken Schneefällen Ende März folgte ein trockener, milder April. Die Pisten boten gute Bedingungen, in tieferen Lagen begann bereits die Wandersaison. Ab Mitte März stiegen die Ersteintritte um 28 Prozent. Damit glichen die Bergbahnen den schwachen Start weitgehend aus. 

Unterschiede je nach Höhenlage und Region 

Die Entwicklung fiel je nach Höhenlage unter­schiedlich aus. Skigebiete über 2000 Meter erreichten das Niveau des Vorjahres. In den mittleren Lagen zwischen 1500 und 2000 Metern sank die Zahl der Gäste um drei Prozent. 

Tiefer gelegene Gebiete traf es am stärksten. Anlagen unter 1500 Metern verzeichneten ein Minus von sechs Prozent. Als Grund nennt der Verband die Schneesicherheit und die technische Beschneiung. Fehlende Kapazitäten belasteten vor allem kleinere Skigebiete. 

Auch regional zeigen sich Unterschiede: Im Wallis, im Waadtland und in den Freiburger Alpen stiegen die Besucherzahlen jeweils um zwei Prozent, im Tessin um ein Prozent. In der Ostschweiz sank die Nachfrage um neun Prozent, in der Zentralschweiz um fünf Prozent.  

Die übrigen Regionen verzeichneten Verluste. Am stärksten betroffen waren die Ostschweiz mit einem Minus von neun Prozent und die Zentral­schweiz mit einem Rückgang von fünf Prozent. 

SRF 4 News, 6.5.2026, 9 Uhr ; 

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