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Wohnungsknappheit Hohe Mieten im Raum Zürich – Nachfrage im Umland steigt

  • Die Lage auf dem Schweizer Wohnungsmarkt hat sich im Jahr 2025 im Vergleich zum Vorjahr verschärft.
  • So war der Markt bei Mietwohnungen im letzten Jahr so knapp wie seit zehn Jahren nicht mehr, wie das neuste Monitoring des Bundesamts für Wohnungswesen zeigt.
  • Weil die Mieten im Raum Zürich so hoch sind, steigt die Nachfrage in angrenzenden Gebieten besonders stark.

Besonders viele Wohnungen werden derzeit im Aargau, in der Zentralschweiz und in Teilen der Ostschweiz gesucht. Die hohen Mieten in Zürich wirken sich zunehmend auf diese Regionen aus, erklärt Daniel Sager. Er ist Inhaber der Meta-Sys AG, die das Monitoring im Auftrag des Bundesamts für Wohnungswesen durchgeführt hat.

Für die kaufkraftschwachen Haushalte ist es hoch problematisch, vor allem in den Zentren.
Autor: Daniel Sager Mety-Sys AG

«Heute kostet die Vierzimmerwohnung in Zürich im Mittel 4000 Franken auf dem Markt. Viele können sich das schlicht nicht leisten. Dann suchen sie eben in Baden, wo sie auch noch Wohnungen für 2300 Franken erhalten», so Sager. «Das ist der Grund, weshalb jetzt der Nachfragedruck und die gefühlte Knappheit peripher zu Zürich fast höher ist als in Zürich selber, weil dort probieren sie es gar nicht erst.»

Nicht alle würden die Wohnungsknappheit zu spüren bekommen, betont Sager zudem. Für jene, die schon länger in einer Wohnung wohnen, sei die Situation mit den sinkenden Zinsen eigentlich gut. «Aber für die Leute, die suchen, ist es zum Teil problematisch. Für die kaufkraftschwachen Haushalte ist es hoch problematisch, vor allem eben in den Zentren.»

Lage bleibt angespannt

Eine Besserung sei in nächster Zeit nicht zu erwarten: «Wenn wir das gleich handhaben wie bisher, dann sehen wir, dass wir bei starker Zuwanderung nicht Schritt halten werden mit dem Wohnungsbestand», sagt Sager. Entsprechend seien die Perspektiven eingetrübt. «Allerdings ist das nicht gottgegeben. Man kann handeln und es sind Bemühungen im Gange, die Angebotsseite zu stärken. Dann wird sich das alles weniger schwerwiegend oder dramatisch entwickeln.»

Vorläufig bleibt die Situation für Wohnungssuchende in der Schweiz aber angespannt. Gerade für Personen mit kleinem Budget. Lösungen, um das Problem zu beheben, bleiben gefragt.

Heute Morgen, 18.03.2026, 06:00 Uhr ; 

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